Am Dienstag (19. Januar 2021) treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder, um mit der Bundeskanzlerin über das weitere Vorgehen in Sachen Corona zu beraten. Friseure bitten darum, endlich wieder öffnen zu dürfen. 

Bereits am Montag (18. Januar 2021) haben Bayerns Friseure an die Staatsregierung appelliert: "Lassen Sie uns die Salons am 1. Februar 2021 öffnen!" Julia Göring, Friseurmeisterin in Coburg, unterstützt den Appell des Landesinnungsverbandes aus vollem Herzen.

Bitte: "Lassen Sie uns die Salons wieder öffnen!"

Auch sie fürchtet, dass die staatlich verordnete Schließung der Friseursalons über den 1. Februar hinaus beschlossen werden könnte. Dabei würden die Salons "im Infektionsgeschehen keine Rolle" spielen, heißt es in dem Appell. Die Friseure hätten nach dem ersten Lockdown schnell Arbeitsschutzstandards entwickelt und umgesetzt.

Standards, die in ihrem Salon teilweise ohnehin schon selbstverständlich waren, wie Julia Göring betont. Zum Beispiel den, dass bei jedem Kunden ein anderer Umhang verwendet und das Werkzeug regelmäßig desinfiziert wird. Nun kamen Maskenpflicht und Trennscheiben dazu. Die Friseurinnung argumentiert außerdem, dass in anderen Ländern Friseurdienstleistungen zur Grundversorgung gerechnet werden, und sie warnt vor mehr Schwarzarbeit.

Ihren Mitarbeitern fehle durch die Schließung nicht nur ein Teil des Gehalts (sie erhalten Kurzarbeitergeld), sondern auch das Trinkgeld, gibt Julia Göring zu bedenken. Sie selbst könne als Unternehmerin Hilfen beantragen - theoretisch zumindest, praktisch noch nicht. Und selbst da sei nur ein Teil der Fixkosten zu erwarten, kein Unternehmerlohn. Und das Kurzarbeitergeld müsse sie auch vorschießen.

"Friseure, Eltern und Gastronomen brauchen Perspektive"

Jammern sei nicht ihr Ding, betont sie. "Ich bin eine Macherin. Aber wir brauchen eine Perspektive - nicht nur wir Friseure, auch die Eltern, Gastronomen, die übrigen Unternehmen."

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