Es ist mehr als 60 Jahre alt, zeigt - handgeschnitzt - die Veste und ist einfach sehr schön: das Holzwappen des TV 1848 Coburg. "Wir tragen es beim Einzug bei Turnfesten immer vorneweg", erklärt Vorsitzender Gerhard Fleißner. Am Montagabend feierte das Wappen allerdings eine echte Premiere: "Wir haben es zum ersten Mal mit zum ,Abend der Vereine' genommen!" Denn: Wer da im gut gefüllten Festzelt des Vogelschießens wahrgenommen möchte, sollte seinen Tisch entsprechend "markieren" und "Flagge zeigen".

Die Coburger Turnerschaft gehörte zu den Vorreitern in Sachen Tischaufstellern. Das Modell, das Alex, "der Sprayer", geschaffen hat, erfüllt dabei die wohl wichtigsten Kriterien: Es ist groß und somit sehr gut sichtbar - zugleich ist es leicht, was den Transport zum Zelt und später wieder nach Hause angenehm macht.

Dank an den Kommandanten

Ein klassischer Wimpel steht bei der Coburger Feuerwehr auf dem Tisch. Zum zweiten Mal. Denn die Kameraden können auch erst zum zweiten Mal am "Abend der Vereine" teilnehmen. "Früher war montags immer unser Ausbildungstag", berichtet ein Freiwilliger. "Aber unser neuer Kommandant Ingolf Stökl hat das dann dankenswerterweise so geregelt, dass wir am Montag des Vogelschießens alle hierher kommen können!"

Ebenfalls ein klassischer Wimpel ziert den Bereich der Jungen Union (JU). Obwohl: Seit 2014 dürfte der Wimpel für alle, die sich politisch als christlich-konservativ einstufen, etwas ganz Besonderes sein: "Bei einem Wahlkampftermin in Thüringen hat unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf unterschrieben", sagt stolz der Coburger JU-Kreisvorsitzende Maximilian Forkel. Beim "Abend der Vereine" saß mit Christian Tanzmeier auch das Sonneberger Pendant zu Maximilian Forkel mit am JU-Tisch: Der 24-Jährige ist JU-Chef von Sonneberg und zugleich jüngster Stadtrat von Sonneberg.