Das dabei ergangene Urteil mit hohen Geldstrafen für die Vorsitzende, die Kassiererin und den stellvertretenden Vorsitzenden wurde zunächst nicht rechtskräftig, nachdem die Staatsanwaltschaft sowie der frühere stellvertretende Vorsitzende Rechtsmittel eingelegt hatten.

Nun aber hat die Staatsanwaltschaft Hof die Berufung gegen das Urteil betreffend die Vorsitzende und die Kassiererin zurückgenommen. Das bestätigte Hubert Pürner, Pressesprecher des Amtsgerichts Hof. Gegen das Urteil gegen den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden aber haben demnach Angeklagter und Staatsanwaltschaft weiterhin Rechtsmittel eingelegt.

Den Angeklagten war jeweils Betrug in 29 Fällen mit einer Schadenssumme in Höhe von rund 70000 Euro vorgeworfen worden. Die Vorsitzende und die Kassiererin wurden mit einer Geldstrafe von jeweils 270 Tagessätzen belegt. Das Strafmaß für den stellvertretenden Vorsitzenden lautete auf 220 Tagessätze. Dieser Teil des Urteils ist weiterhin nicht rechtskräftig.

Die Coburger Sommeroperette hatte seit 1994 jährlich Aufführungen auf der Waldbühne Heldritt veranstaltet. Nach Ende der Saison 2017 war die Sommeroperette nach Bad Staffelstein umgezogen. Dort fand 2018 die erste und einzige Auflage der Seefestspiele statt.

Im Februar 2019 musste der Verein Coburger Sommeroperette seine Zahlungsunfähigkeit einräumen.

Einen ausführlichen Bericht über die Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Hof finden Sie hier

Den Artikel zu den eingelegten Rechtsmitteln gegen das Urteil gegen die Verantwortlichen der Coburger Sommeroperette finden Sie hier