Das dabei ergangene Urteil (unsere Zeitung berichtete) ist nicht rechtskräftig, wie Hubert Pürner als Pressesprecher des Amtsgerichts auf Nachfrage erklärte. Demnach hat die Staatsanwaltschaft "gegen das Urteil betreffend aller Angeklagter Berufung eingelegt".

Seitens der Angeklagten habe lediglich der frühere stellvertretende Vorsitzende des Vereins Rechtsmittel eingelegt. Den Angeklagten war jeweils Betrug in 29 Fällen mit eine Schadenssumme in Höhe von rund 70000 Euro vorgeworfen worden.

Die Vorsitzende und die Kassiererin wurden mit einer Gesamtgeldstrafe von jeweils 270 Tagessätzen belegt, das Strafmaß für den stellvertretenden Vorsitzenden lautete auf 220 Tagessätze.

Umzug nach Bad Staffelstein

Die Coburger Sommeroperette hatte seit 1994 jährlich Aufführungen auf der Waldbühne Heldritt veranstaltet. Nach Ende der Saison 2017 war die Sommeroperette nach Bad Staffelstein umgezogen. Dort fand 2018 die erste und einzige Auflage der Seefestspiele statt.

Wenige Monate später musste der Verein Coburger Sommeroperette seine Zahlungsunfähigkeit einräumen.