Laden...
Coburg
Coronavirus

Ab morgen: Thüringen lockert Corona-Regeln - so reagieren die Nachbarn in Franken darauf

Die Thüringer Landesregierung hat beschlossen, eine Vielzahl der Corona-bedingten Einschränkungen ab Samstag (13. Juni) zu lockern. So werden bisherige Verbote zu Empfehlungen der Staatsregierung herabgestuft. Dazu nimmt Coburgs Landrat Sebastian Straubel (CSU) jetzt wie folgt Stellung:
Artikel drucken Artikel einbetten
Bodo Ramelow
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will nur noch lokal auf das Infektionsgeschehen reagieren. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

„Unterschiedliche Regelungen in einem Gebiet wie unserem, wo zwei Bundesländer nur einen Steinwurf auseinanderliegen, stellen uns natürlich vor eine besondere Herausforderung – zumal das Coronavirus nach wie vor nicht vor Landesgrenzen Halt macht.

Deshalb stehen wir nach wie vor im regelmäßigen Austausch mit den Kollegen in den Nachbarlandkreisen Sonneberg und Hildburghausen.

Corona macht nicht vor Landesgrenzen Halt - "Bundesländer nur einen Steinwurf auseinander"

Wir besprechen die jeweilige Lage in der Region, tauschen uns zu den Infektionsherden und den zu treffenden Maßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen, aus. Zudem wollen wir einheitliche und vorsichtshalber lieber strengere Regelungen als unterschiedliche.

So soll beispielsweise auch in Sonneberg das Tragen von Mund- und Nasenschutz nicht nur im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiter aufrechterhalten werden, sondern, wie in Bayern, auch weiterhin in den Gastronomiebetrieben. Das Virus ist leider unberechenbar und zu gefährlich, um es auf die leichte Schulter zu nehmen. Daher plädiere ich weiterhin dafür, lieber etwas länger Vorsicht walten zu lassen.

Die Kollegen aus den Thüringer Nachbarlandkreisen haben mir signalisiert, dass sie dies ähnlich sehen, und so werden wir gemeinsame Lösungen für unsere Region finden. Die Zusammenarbeit mit den Thüringer Nachbarlandkreisen ist hier wirklich sehr gut, wir ziehen bei der Eindämmung des Coronavirus alle an einem Strang“, betont Sebastian Straubel in seiner Stellungnahme.

Schon als die Pläne von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bekannt geworden waren, hatten sich unter anderem Kommunalpolitiker aus dem Kreis Coburg mit einem Brandbrief an den Politiker gewandt