Die Arbeiten erstreckten sich über den ganzen August. 52 Tonnen Sand waren mit drei Lastwagen angefahren und per Schubkarre eingebracht worden. Nun sind alle sehr zufrieden. Denn im Rahmen der Aktion "5 für 500" der Initiative Rodachtal konnten sich die Sportler der Abteilung Beachvolleyball im TSV Bad Rodach einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Auf dem Terrain der ehemaligen Tennisanlage neben dem Sportplatz und neben dem Waldbad entstand in den Augustwochen ein Beachvolleyballplatz, der am Samstag mit einem kleinen Turnier sportlich eingeweiht wurde.

Insgesamt beliefen sich die Kosten für das Projekt auf rund 2380 Euro, davon wurden 80 Prozent - 1600 Euro - aus dem Fördertopf des Amts für ländliche Entwicklung Oberfranken über die Initiative Rodachtal bezuschusst. Den Rest von 780 Euro hat die Stadt selbst draufgelegt, und auch der TSV war mit 300 Euro Eigenanteil dabei. Gekauft wurden ein Netz, vier Bälle, ein Vlies als Unterlage sowie 52 Tonnen Sand. Die Firmen Christoph Hofmann und Fladt GmbH aus Bad Rodach unterstützten die Sportler bei ihrem Projekt.

Nach Erhalt des Förderbescheids Ende Juni fiel der Startschuss für die Arbeiten am 20. Juli. Zunächst musste das ganze Grünzeug entfernt werden. Die Voraussetzung für eine solche Förderung - mindestens fünf Vereinsmitglieder leisten jeweils fünf Stunden ehrenamtlich - habe man, so erzählt Abteilungsleiter Michael Florschütz, bereits an diesem ersten Wochenende erfüllt gehabt. Vielleicht, so Florschütz, könne man noch einen Laster mit Sand brauchen. Und das sagte Bürgermeister Tobias Ehrlicher auch schon fürs kommende Jahr zu. Überdies gab er das Okay, neben dem Beachvolleyballplatz ein Gartenhaus für Spielutensilien und Sitzgelegenheiten zu errichten. "Die Förderung über die Initiative Rodachtal", so Ehrlicher, "setzt schließlich genau da an, wo bürgerschaftliches Engagement da ist und es für Projekte an Geld fehlt."

Gleich neben dem neuen Beachvolleyballplatz hat die Stadt in einen Bogenschützenplatz investiert, der das gesamte Gelände abrundet. Hier soll noch eine Hütte für Sportgeräte entstehen. Die in diesem Jahr mit insgesamt 100000 Euro geförderten 38 Klein- und acht Großprojekte gehen im September in die Zielkurve. Damit, freut sich auch der Vorsitzende der Initiative Rodachtal, Martin Finzel, sei man heuer in den bayerischen Mitgliedskommunen Ahorn, Itzgrund, Bad Rodach, Seßlach und Weitramsdorf dank vielfachen ehrenamtlichen Engagements wieder ein schönes Stück in Sachen ländliche Entwicklung und Lebensqualität vorangekommen.