Wie oft wird ab dem Dezember 2017 ein ICE am Coburger Bahnhof halten? Eine Antwort auf diese seit Jahren heftig diskutierte Frage steht unmittelbar bevor: Am Freitag, 24. Juni, wird Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zusammen mit Berthold Huber, Manager bei der Deutschen Bahn, extra nach Coburg kommen, um den künftigen Fahrplan vorzustellen und zu begründen.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass Coburg nicht den gewünschten Systemhalt (alle zwei Stunden) bekommt, sondern lediglich drei Züge pro Tag in jede Richtung, vermutlich gegen 7, 15 und 22 Uhr.

"Zufrieden kann man damit nicht sein", hat das bereits der Coburger Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU) kommentiert. Andererseits sei es auch gut, dass mit der Verkündung am kommenden Freitag "endlich ein Pflock" gesetzt, sprich eine Entscheidung getroffen werde.
"Man kann das ja nicht auf den Sankt Nimmerleins-Tag hinausschieben."


Regionalexpress als Trostpflaster

Außer über die ICE-Halte soll in einer Woche auch über die künftige Anbindung Coburgs mit dem Regionalexpress (RE) informiert werden. Möglicherweise wird der RE im Stunden-Takt in Coburg halten. Damit wäre dann zumindest indirekt eine schnelle Anbindung an das ICE-Netz gewährleistet. Weil der RE allerdings die ICE-Neubaustrecke nutzt, muss der ICE im Begegnungsverkehr sein Tempo aus Sicherheitsgründen etwas drosseln.