Seßlach
"Gefährliche Verkehrssituationen"

"Können nicht länger die Augen schließen": Stadt im Kreis Coburg greift gegen Falschparker durch

Weil viele Autofahrer in Seßlach (Kreis Coburg) zu nah am Kreuzungsbereich parken, kommt es "immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen". Jetzt will die Stadt nicht mehr tatenlos zusehen und greift mit einer neuen Maßnahme durch.
Seßlach greift gegen Falschparker durch - "Können nicht länger die Augen schließen"
Die Parksituation in der Seßlacher Altstadt ist angespannt. Das ist aber kein Freibrief für Regelverstöße, erinnert die Stadt. Foto: GLady/pixabay.com (Symbolbild)

Die Stadt Seßlach im Landkreis Coburg hat sich mit einer eindringlichen Nachricht an alle Menschen, die ihre Autos in der Altstadt parken, gewandt. Immer wieder werde eine wichtige Regel der Straßenverkehrsordnung (StVO) missachtet, heißt es in dem öffentlichen Appell. 

Die Stadt sei sich bewusst, dass das ein neu eingeführtes Bußgeld "die Parksituation innerhalb der Altstadt nochmals verschärfen wird", jedoch könne man "nicht länger die Augen schließen".

Falschparker in Seßlach verhindern Verkehr massiv: Stadt verweist auf StVO

Konkret geht es um Paragraf 12, Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung. Dieser sieht vor, dass Kraftfahrzeuge in einem Abstand von fünf Metern vor und hinter Kreuzungen nicht parken dürfen. Zwar werde "der gesamte Altstadtbereich durch die Kommunale Verkehrsüberwachung bezüglich des ruhenden Verkehrs überwacht", jedoch werde die Einhaltung dieses Parkverbots nicht kontrolliert.

Vor allem in der Judengasse, der Badstubengasse und der Steingasse werde "oft bis an den Einmündungsbereich heran geparkt, sodass ein Herausfahren - selbst mit normalen Kraftfahrzeugen immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen" führe. Oftmals könnten an Dienstagen sogar Abfallsammelfahrzeuge die Gassen nicht durchfahren und auch die Zulieferer des Alten- und Pflegeheims der Flender'schen Spitalstiftung müssten "des Öfteren unverrichteter Dinge wieder wegfahren". 

Komme es hier einmal zu einem Rettungseinsatz, hätten selbstverständlich auch größere Feuerwehrfahrzeuge mit dem Problem zu kämpfen.Seit August 2022 hätten die falschparkenden Fahrzeuge einen Hinweis am Scheibenwischer erhalten. So habe man die Menschen auf die neue Parksituation vorbereiten wollen. Ab Sonntag (4. September 2022) werde der Verstoß dann kostenpflichtig geahndet, kündigt die Stadt an. 

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