Anfang Mai werden die verbliebenen 30 Bewohner des Regiomed-Seniorenheims "Am Eckardtsberg" in das Seniorenheim "Bertelsdorfer Höhe" umziehen. Schon im Sommer 2020 hatte Regiomed angekündigt, das Haus innerhalb eines Jahres schließen zu wollen. Das frühere Mila-Gottfriedsen-Haus war 2017 von Regiomed übernommen worden, zusammen mit dem Seniorenheim am Schießstand (jetzt "Bertelsdorfer Höhe").

Beide Häuser gehörten der Schwesternschaft Coburg im Bayerischen Roten Kreuz. Wie der zuständige Geschäftsführer Wolfgang Wieland erläutert, müsste das Haus Am Eckardtsberg für einen Weiterbetrieb als Seniorenheim saniert und umgebaut werden. Schon jetzt könnten nicht mehr alle Plätze belegt werden, weil "Infrastruktur" wie Aufzüge in dem Haus fehle. Die Zimmergrößen und sanitären Anlagen würden nicht mehr dem Standard entsprechen, und barrierefrei sei das Haus auch nicht.

Seniorenheim Coburg: Umzug in wenigen Wochen

Fast alle Bewohner vom Eckardtsberg kommen im Haus Bertelsdorfer Höhe im gleichen Wohnbereich unter. Auch die meisten Pflegekräfte wechseln laut Wieland mit an die Bertelsdorfer Höhe, so dass die Bewohner weiterhin die vertrauten Gesichter um sich haben. Was die Gäste in der Tagespflege am Eckardtsberg angehe, so hätten "befreundete Einrichtung" sich bereiterklärt, die Senioren aufzunehmen, sagte Wieland. Abschließende Gespräche sollen nächste Woche laufen.

Über die Zukunft des Gebäudes am Gustav-Hirschfeld-Ring sei noch nichts entschieden, betonen Wieland und Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke. Einen Verkauf der Liegenschaft schloss Schmidtke zum jetzigen Zeitpunkt aus. Nach wie vor hegt Regiomed Pläne, am Post-Areal einen Seniorencampus zu errichten. Doch dieses Projekt sei "noch nicht gestartet", wie Schmidtke sagt.