Großgrüngeblümelt bis unter die Decke, Schrankwand wie ein riesiges Brett vorm Kopf, und statt Perspektive gibt es nur noch rituell sich drehende Innenschau. Fränkische Schau aufs Kleinbürgerliche der 70er Jahre. Die 80er waren auch nicht anders. Und ob es heute anders ist, von der Dekoration des Lebens abgesehen, darf bezweifelt werden. Familie im engeren und im weiteren Sinne, fest verstrickt und verknotet in sich selbst. An großen Festen muss es sich erweisen, ob das Netz noch hält oder alles auseinanderfliegt.

Das kann, wie bei Fitzgerald Kusz' Kultstück "Schweig, Bub!", in Nürnberg von 1976 bis 2009 über 700 Mal gespielt, lustig aussehen. Ist es aber nicht.

Oh, geschmunzelt werden darf viel in der ersten Coburger Inszenierung der Kleinbürger-Satire durch Schauspielchef Matthias Straub, die im Prinzip aber durchaus übertragbar ist auf die anderen gesellschaftlichen Schichten.

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