Stöppach
Brauchtum

Peta war in Stöppach zu spät dran mit seinem Schweinefleisch-Deal

Eines der vielen Schlachtfeste im Landkreis stand heuer besonders im Mittelpunkt: das der "Germania" in Stöppach. Tierschützer hatten sich zu Wort gemeldet.
Diese Würste sind aus Schwein. Der Stöppacher Verein konnte nicht mehr schnell genug umschwenken auf vegane Speisen zum Schlachtfest.Foto: Michael Stelzner
Diese Würste sind aus Schwein. Der Stöppacher Verein konnte nicht mehr schnell genug umschwenken auf vegane Speisen zum Schlachtfest.Foto: Michael Stelzner
Am vergangenen Wochenende gab es in vielen Orten Schlachtfeste. Bei vielen Vereinen sind diese gesellschaftlichen Anlässe feste Termine im Jahreskalender und gehören schon seit Jahrzehnten zur Tradition. Um ein solches Fest, das in Stöppach, hatte es im Vorfeld viel Aufregung gegeben.

Früher, so erinnern sich viele, waren Hausschlachtungen auf Dörfern gang und gäbe, und es wurde fast in jedem Haus mindestens einmal im Jahr ein Schwein geschlachtet. In den Vereinen und Dörfern tragen Schlachtfeste und zur Geselligkeit und Kameradschaftspflege bei, dabei wird auch der Bestand an Wurstgläsern wieder aufgefüllt , die oft nach Versammlungen, Treffen oder Trainingseinheiten verzehrt wurden.


Das Schlachtfest in Stöppach war sehr gut besucht

Überall waren die Schlachtfeste sehr gut besucht. So auch in Stöppach beim Sportclub "SC Germania Stöppach-Haarth". Dort kann man es nicht verstehen, warum sich die Tierrechtsorganisation Peta ausgerechnet die SC Germania Stöppach-Haarth für ihre neueste PR-Aktion ausgesucht hat. Peta hatte der Gemania angeboten, 500 vegane Würstchen zu sepndieren, wenn statt eines Schlacht- ein Veggiefest gefeiert würde. Viele Gäste aus der Umgebung sagten, sie hätten vom Schlachtfest des Sportclubs erst am Samstag aus dem Tageblatt erfahren und sich dann dazu entschlossen, auch hinzugehen.

Dort ließen sich alle miteinander den Spint (Kesselfleisch) und das Hackfleisch sowie die leckeren, frisch zubereiteten Würste schmecken. " Jeder soll so leben, wie er es möchte, und soll auch das essen können, was er möchte", war die einstimmige Meinung der Besucher des Schlachtfestes in Stöppach.