Singend, schwingend und tanzend hat das Vocalensemble in der Stadtpfarrkirche wunderbar auf die bevorstehende Adventszeit eingestimmt. Der Chor unter der Leitung von Stefanie Berg sorgte am Samstag für ein volles Haus und für hellauf begeisterte Zuhörer. Der Dank für das gelungene Weihnachtskonzert war tosender Applaus.

Auf die vorweihnachtliche Stunde stimmten der katholische Pfarrer Norbert Lang und der evangelische Pfarrer Tobias Knötig ein. Beide Geistliche riefen zur Ruhe und Besinnung in der bevorstehenden Adventszeit auf. "Zeit und Ruhe gehören zu einer erfüllten Adventszeit", sagte Pfarrer Lang. So würden auch bei dem Konzert Pause und Ruhe den Takt, den Rhythmus und den Wohlklang verstärken. Pausen seien notwendig, um zur Besinnung zu finden, betonte der Geistliche. Pfarrer Tobias Knötig erzählte von seiner ökumenischen Gruppe, die sich jedes Jahr in ein Kloster begebe, dort entschleunige und Ruhe und Frieden erfahre.


Hohes gesangliches Niveau

Nach dieser kurzen Einführung zog das Vocalensemble schwungvoll in die Kirche ein. Der reine Frauenchor wurde von Musikern am Keyboard, an der Gitarre und am Schlagzeug begleitet. Fröhlich und beschwingt, modern und jazzig ging es in den Nachmittag. Aber auch traditionelle, leise Weisen kamen zur Darbietung und riefen zum Innehalten auf. Stimmkräftige Solisten wie Stefanie Berg oder Christiane Marsoun sowie mehrstimmiger Chorgesang erfüllten das Gotteshaus. Stefanie Berg moderierte gewohnt temperamentvoll die Reise in die weihnachtliche Welt. Mit perfekt einstudierten Choreografien und Liedern auf hohem gesanglichen Niveau sorgten die Künstler für Furore. Bekannte Songs wie "Winter Wonderland, Here comes Santa Claus" oder der Benefizsong "Do they know it's Christmas" von Bob Geldof gehörten zum weihnachtlichen Repertoire. Mit "Christmas Kum ba ya" entführten die Interpreten nach Afrika.

Im letzten Teil des Programms sangen die Künstlerinnen ohne Textvorlage und spätestens bei "Feliz Navidad" stimmten alle Gäste ein. Am Ende der Stunde wurde es in der Kirche besonders stimmungsvoll: Kinder erhellten mit Kerzen das Gotteshaus zu dem Lied "Auld Lang Syne", das zum Abschied erklang.

Auf kirchliche Textbeiträge zwischen den Liedern hatten die Geistlichen verzichtet, schließlich wollte man in aller Ruhe und ohne Hektik die Eröffnung des Weihnachtsmarkt in der Innenstadt zur abendlicher Stunde noch genießen.

Weitere Auftritte sind am 16. Dezember um 19 Uhr in der St. Johannis Kirche in Bad Rodach und am 17. Dezember um 17 Uhr in der Heiligkreuz-Kirche in Coburg. Der Eintritt ist frei.