Die Modefirma "Gina Laura" schließt ihre Filiale in der Spitalgasse 10. Zu den konkreten Gründen, die zu dieser Entscheidung am Standort Coburg geführt haben, war am Mittwoch von der "Popken Fashion Group", zu der Gina Laura seit 2012 gehört, keine Stellungnahme zu erhalten.

Corona und die Folgen

Zuletzt hatte die Popken Fashion Group aber auch in anderen Innenstädten bereits Filialen geschlossen. Hier wurde dies immer wieder mit "nicht zufriedenstellenden Betriebsergebnissen" begründet. Dass dabei auch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns eine Rolle spielten, liegt natürlich auf der Hand. Allerdings verkaufte das aus Oldenburg stammende Unternehmen seine Textilien aus dem Bereich Damenoberbekleidung bereits seit 2010 auch in einem großen Online-Shop.

Nahezu zeitgleich erfolgte damals übrigens auch eine Umbenennung, denn anfangs firmierte Gina Laura unter dem - sehr norddeutsch geprägten - Namen "Buddelei".

Kaum, dass bei Gina Laura in der Spitalgasse 10 jetzt der Räumungsverkauf begonnen hat, wird auch schon über den möglichen Nachmieter spekuliert. Denn: Es gibt tatsächlich bereits einen Nachmieter, wie das Tageblatt aus zuverlässiger Quelle erfahren hat. Mit Details wollen die Beteiligten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gehen. Nicht auszuschließen ist, dass es sich um einen Nachmieter handelt, der auch ein gastronomisches Angebot vorhält.

Doch egal, wer demnächst in die Spitalgasse 10 einzieht: Am wichtigsten erscheint wohl die Tatsache, dass es in dieser Coburger "1a"-Lage nicht noch zu einem weiteren Leerstand kommt. Gleich nebenan steht seit Ende 2020 der Gebäudekomplex Spitalgasse 12-14 leer, in dem zuvor "C&A" und "s.Oliver" angesiedelt waren.

Schräg gegenüber, in der Spitalgasse 25, laufen derzeit Umbauarbeiten. Möglich, dass ein Nachmieter für "Pimkie" gefunden werden konnte. Näheres ist dazu noch nicht bekannt.

Sorgen um "Depot"

Sorgen gibt es derweil auch am Coburger Marktplatz: Das auf Deko-Artikel spezialisierte Einrichtungshaus "Depot" hat - auch als Folge von Corona - ein Sanierungsprogramm aufgestellt. Unterschiedlichen Angaben zufolge sieht dieses Sanierungsprogramm noch in diesem Jahr die Schließung von bundesweit zwischen 25 und 60 Filialen vor. Eine Tageblatt-Anfrage bei der Firmenzentrale, inwieweit die Coburger Filiale davon betroffen sein könnte, blieb ergebnislos: Ein Sprecher teilte mit, dass zurzeit grundsätzliche "keine Medienanfragen berücksichtigt" werden.