"Wie sieht es denn bei euch im Wald aus?" Wenn Waldbauern diese Frage zu hören bekommen, dann wissen sie, dass sie als nächstes erklären müssen, was es mit dem Waldnaturschutz auf sich hat. Verständnis ernten sie dabei nicht immer. Zu sehr lebt in der Bevölkerung eine Vorstellung von einem Wald, der "schön" sein sollte. "Schön" ist dabei gleichzusetzen mit ordentlich und aufgeräumt. Aufklärung tut Not.
Förster Norbert Wimmer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) wählt den Platz vor einer riesigen Buche im Rodacher Wald bewusst, wenn er erklärt, worum es geht. "Diese Buche hatte schon vor mehr als 20 Jahren eine große Spechthöhle", erklärt er. Generationen von Hohltauben sind hier geschlüpft und flügge geworden. Die Buche im Rodacher Wald ist ein so genannter Biotopbaum.