Der politische Ärger rund um die finanzielle Schieflage des in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Sonneberg und Hildburghausen tätigen Regiomed-Klinikverbundes wird so schnell kein Ende nehmen. So schwelt weiter ein Konflikt in den Aufsichtsgremien für den Coburger Krankenhauszweckverband.

Auf Tageblatt-Nachfrage hat am Montag Corinna Rösler, am Coburger Landratsamt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, bestätigt, dass es für die Führung des Krankenhauszweckverbandes immer noch keine Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 gegeben hat. In erster Linie betrifft das den damaligen Vorsitzenden und ehemaligen Landrat Michael Busch (SPD), heute Mitglied des bayerischen Landtages.

Die fehlende Entlastung ist ein Punkt, der auch Thomas Kreisler (Mitglied der Grünen-Fraktion im Kreistag) aufgefallen ist. Kreisler hat sich deshalb an den amtierenden Landrat Sebastian Straubel (CSU/Landvolk) gewandt und moniert, dass es offensichtlich keine Möglichkeit gegeben haben soll, den öffentlichen Teil einer Videokonferenz des Krankenhauszweckverbandes zu folgen. Bei dieser Sitzung am 9. November, so ist es Thomas Kreisler offensichtlich zu Ohren gekommen, soll es eine "erneute Ablehnung der Entlastung des ehemaligen Landrates Michael Busch für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Krankenhauszweckverbandes für das Jahr Geschäftsjahr 2018" gegeben haben.

Kreislers harte Formulierung der "Ablehnung" verwendet man derzeit im Landratsamt nicht, in der Stellungnahme heißt es vielmehr: "Die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 wurde noch nicht beschlossen, sondern noch einmal vertagt." Als Hintergrund wird angeführt, dass noch Fragen offen seien, die bis zu einer Entlastung geklärt sein sollen.