Das Programm beim Schlossplatzfest, das am Donnerstagabend eröffnet wurde, ist wieder mal sehr umfangreich. Aber genau deshalb gibt es ja ein Programmheft: Es gibt Auskunft darüber, wann es einen besonders vielversprechenden Auftritt auf der Showbühne gibt, an welchem Abend welche Band auftritt oder auch welche Speisen von den einzelnen Gastronomen serviert werden.

Doch in diesem Jahr gibt das Programmheft nicht nur Orientierung, sondern sorgt selbst für Verwirrung - beziehungsweise: die Programmhefte tun das, es gibt nämlich gleich zwei davon.

Beim Förderverein Schlossplatzfest ist man darüber, wie zu hören ist, mächtig sauer. Und die Sache ist auch reichlich kurios: Der Förderverein hatte vor Monaten beschlossen, mit der Gestaltung des Programmhefts eine andere Agentur als bisher zu beauftragen.
Mit der Arbeit, die von der Agentur geleistet wurde, ist man auch sehr zufrieden - allen voran mit der leicht veränderten, moderneren Optik.

Doch ausgerechnet die Person, die in der Vergangenheit mit der Erstellung des Programmhefts betraut worden war, hat parallel nun auch in diesem Jahr wieder ein Programmheft produziert - nicht das offizielle im Namen des Fördervereins, sondern als "Sonderedition Deluxe" des Stadtmagazins "Mohr". Die Texte sind absolut identisch mit dem "Original", vom Grußwort des Oberbürgermeisters bis zur Beschreibung aller mitwirkenden Künstler. Unterschiede gibt es zum einen nur in der Optik: Da wird in der "Sonderedition" auf das Layout der vergangenen Jahre gesetzt; zum anderen inserieren andere Anzeigenkunden. Genau an dieser Stelle könnte es nach Informationen von infranken.de knifflig werden: Haben Kunden ihre Anzeigen geschaltet, weil sie dachten, im offiziellen Produkt zu landen? Schließlich war die Kontaktperson dieselbe wie in den vergangenen Jahren.

Doch jetzt soll erstmal gefeiert werden. Gut möglich aber, dass das Schlossplatzfest dann noch ein Nachspiel hat.