Nach dem ersten Date, das geben heute beide schmunzelnd zu, wurde erstmal gegoogelt. Fabian Franke staunte nicht schlecht: Katrin, die damals noch Mehlberg hieß, hatte 2010 bei der Casting-Show "Popstars" auf ProSieben gewonnen - mit der Band "La Vive", deren Single "No Time For Sleeping" es bis auf Platz 13 der deutschen Charts schaffte.

Aber auch Katrin konnte im Internet schon damals so einiges über Fabian Franke lesen, der gerade mit seiner Basketball-Karriere begann.

Inzwischen sind die beiden verheiratet, glückliche Eltern einer fünf Monate alten Tochter - und wohnen seit Juli in Coburg. Für den heute 28-jährigen Fabian Franke ist es quasi eine Rückkehr: Er ist in Sonneberg geboren und besuchte in Coburg das Ernestinum, bevor er in der 7. Klasse auf ein Sportgymnasium nach Jena wechselte. Er spielte dort in der Zweiten Liga und anschließend in Bremen.
Nach dem Abitur folgten drei Jahre in der Ersten Liga in Frankfurt, dann weitere Stationen in Essen und Vechta. Zur Saison 2016/2017 wechselte er nunmehr zum BBC Coburg. Parallel dazu arbeitet er im Zentralklinikum in Suhl.

Und was macht Katrin Franke so? Singen ist noch immer ihre große Leidenschaft. Vor kurzem veröffentlichte sie viel beachtete Versionen von "Ave Maria" von Beyonce sowie von "Make You Feel My Love" von Adele auf ihrer Facebook-Seite. Zusätzlich singt die junge Mutter noch in einer Band in Essen, aber das wird sie - auch wegen der langen Fahrtzeiten von Coburg - nicht mehr lange tun. Katrin Franke würde stattdessen gerne als Sängerin im Coburger Raum Fuß fassen, etwa bei Hochzeiten oder anderen Feiern. Mit ihrem Video auf Facebook wollte sie "einfach einmal auf mich aufmerksam machen".


Mit 16 die ersten Auftritte

Während Fabian Franke eine sehr sportliche Familie hat - seine Mutter Annegret Matthäus war Handball-Nationalspielerin und sein Vater Andreas spielte in der Volleyball-Nationalmannschaft - hat Katrin eine sehr musikalische Familie. "Mein Vater war Musiker und hatte eine Band", erzählt Katrin. Schon als Kind habe sie Gitarren- und Flötenunterricht bekommen. Mit 16 Jahren stieg sie als Sängerin in die Band ihres Vaters ein. Die Musiker spielten bei ihren Auftritten, hauptsächlich Hochzeiten, vorwiegend polnischen Pop - denn Katrins Eltern stammen aus Polen -, deutsche Schlager und englische Oldies.

Nach dem Abitur 2010 bewarb sich Katrin in ihrer Heimatstadt Duisburg beim Casting für die Show "Popstars" - und wurde prompt genommen. In der Jury saß damals neben Thomas Stein auch der Choreograf und Trainer Detlev D. Soost. "Der war richtig schön streng und hat uns morgens um sechs Uhr aus den Federn geworfen", erinnert sich die heute 25-Jährige, "da war erst mal Training angesagt." Allerdings sei Soost - anders als er im Fernsehen manchmal rübergekommen sei - "richtig nett" gewesen.

Bis in die letzten vier Live-Shows, in der schließlich die Zuschauer abstimmen konnten, schaffte es die Duisburgerin. Und? "Dann wurde ich in die Band La Vive gewählt!" Gegen zehn Konkurrentinnen setzte sie sich durch. Die Sängerin erinnert sich: Gleich nach der ersten Staffel habe sie während der Sendung ihre langen Haare kurz schneiden lassen müssen. "Das war bitter", erklärt sie, "ich habe lang geweint."

Mit der Wahl in die Band ging der Stress damals aber erst so richtig los: Es gab eine Tour durch deutsche Großstädte, sie gaben Auftritte, Autogrammstunden und Interviews. "Wir sind zeitweise morgens im Hotel aufgewacht und haben nicht mehr gewusst, wo wir sind", erzählt Katrin Franke. Nach der durchaus erfolgreichen Single schaffte es das erste Album "No Sleep" nur auf Platz 44 der Charts. Nach vier Monaten trennte sich "La Vive".

"Ich hatte ein paar Plattenverträge bereit liegen", erzählt die 25-Jährige. Trotzdem entschied sie sich für ein "normales Leben" und begann ein Studium. Nach drei Semestern BWL folgte ein duales Fernstudium als Automobilkauffrau.


Bei einer Party hat's gefunkt

Zwei Jahre ließ sie die Finger komplett von der Musik. Dann stieg sie bei der Essener Band "Casino" als Sängerin ein, die ausschließlich bei deutsch-polnischen Hochzeiten aufspielt. "Die Band ist in unserem Kulturkreis sehr bekannt", erklärt Katrin. 2013 lernte sie auf einer Party ihren zukünftigen Mann Fabian kennen, der damals schon Profi-Basketballer war. "Eigentlich habe ich mit Sport gar nichts am Hut", gesteht Katrin. Sie hätte lieber einen Musiker gehabt, lacht sie. Mittlerweile denkt die Duisburgerin aber anders: Begeistert schaut sie Fabian beim Spielen zu. "Bereits beim zweiten Spiel war sie die Lauteste in der Halle", erinnert sich Fabian augenzwinkernd.


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Wer mehr von Katrin Franke wissen (und hören!) möchte, klickt auf ihre Facebookseite: www.facebook.com/KatrinFrankeOfficial