Kipfendorf — Das Amt für ländliche Entwicklung war federführend, die Stadt Rödental zuständig für die Finanzierung, das Ingenieurbüro Göhring für die Planung, die Firma Stammberger für die Ausführung und die Dorfgemeinschaft war der Ideengeber. Immerhin wurden 460 000 Euro verbaut, der Dorfplatz verschlang davon 180 000 Euro und für den Straßenbau wurden 160 000 Euro aufgewendet. An Zuschüssen flossen 218 000 Euro. Eine Vielzahl an Vorstandssitzungen, Besprechungen und Ortsterminen ermöglichten das Werk, das in erster Linie der Dorfgemeinschaft unter Vorsitz von Christian Bernd Reinhardt, seinen Vorgängern Reinhard Flohrschütz und Siegfried Zeltner zu verdanken ist.


Gemeinsamer Einsatz

Beim Festakt im Gemeinschaftshaus, das auch rundum erneuert wurde, stellte Bürgermeister Gerhard Preß fest, dass dank des gemeinsamen Einsatzes vieler Köpfe, vieler Hände und der notwendigen finanziellen Möglichkeiten innerhalb eines Jahres Kipfendorf schöner geworden ist und er fügte hinzu: "Ich bin sicher, dass wir ein Stück Lebensqualität verwirklichen konnten."
Für Baudirektor Anton Hepple, den Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung Oberfrankens, ist für den Erfolg einer Dorferneuerung die wichtigste Voraussetzung, dass Bürgerinnen und Bürger sich engagieren für den heimatlichen Lebensraum. "Diese Grundvoraussetzung war hier gegeben", sagte er und ergänzte in Anspielung auf Gerhard Preß: "Einer muss vorneweggehen, der ungeduldig, aber vielleicht auch mal geduldig sein kann, der schiebt und zieht." Kipfendorf sei es gelungen, nicht auf bessere Zeiten zu warten, sondern es hat sich aufgelehnt gegen die Zustände und kaputten Ortsstraßen. Dem Bürgermeister sei es in den Orten Rödentals gelungen, so Hepple, die Bürgerinnen und Bürger für die Idee der Flurneuordnung und Dorferneuerung zu begeistern. Insgesamt haben 76 Beteiligte 1,96 Millionen Euro investiert, wobei 317 000 Euro Zuschüsse flossen.
Landrat Michael Busch betonte, dass in Kipfendorf eine Leistung in die Zukunft erbracht wurde, was ein wichtiger Beitrag sei, dem demographischen Wandel entgegenzutreten. "Das Ziel, Menschen zu gewinnen, ist gelungen und Kipfendorf ist dadurch ein lebenswerter Ort geworden." Architekt Martin Göhring lobte die angenehme Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Die Saint-Gobain-Singers und eine Abordnung des Musikvereines der Stadt Rödental gestalteten die Feier aus, die durch die kirchliche Segnung durch Michaela Meusel und Pfarrer Wolfgang Stefan abgeschlossen wurde. dav