Zum einen hatte das Bürgerbegehren gefordert, die Stadt solle "unverzüglich" aus der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz Coburg aussteigen. Doch das geht aufgrund vertraglicher Verpflichtungen erst zum 31. 12. 2025, "unverzüglich" im landläufigen Sinne sei also nicht möglich, stellte Landgerichtspräsident Boese als Vorsitzender der fünften Kammer des Verwaltungsgerichts Bayreuht fest. Die Fragestellung sei somit irreführend.

Zum zweiten sah die Kammer einen Verstoß gegen das sogenannte Koppelungsverbot. Das Bürgerbegehren hatte gefordert, statt eines Neubaus in Neida den Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene zu ertüchtigen. Doch damit seien den Bürgern andere Möglichkeiten verwehrt, sagte Boese: Sie könnten auch gegen einen AUsbau der Brandensteinsebene oder überhaupt gegen Verkehrslandeplätze sein.

Mit diesen Gründen hatte schon der Stadtrat im Oktober 2015 das Bürgerbegehren für nicht zulässig erklärt. Gegen diese Entscheidung hatten die Initiatoren Martina Benzel-Weyh, Klaus Hannweber und Klaus Klumpers geklagt.