"Music Vision Coburg" - unter diesem Motto will der "Verein" das an sich bereits bemerkenswert vielfältige Kulturangebot der Vestestadt um einen besonderen Akzent bereichern. Kultur für junge Leute, organisierte von jungen Leuten - darum geht es bei dieser neuen Reihe. Wie aber soll das funktionieren?



In diesem Fall eigentlich ganz einfach: durch die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Albertinum. Uwe Friedrich, Vorsitzender und Musikvorstand beim "Verein", im Brotberuf aber Musiklehrer am Albertinum, hat dazu mit seinem P-Seminar Musik seit September an einem Programmkonzept und seiner praktischen Umsetzung getüftelt. Von der Auswahl der Interpreten bis zur Werbung, von der Abwicklung der Tantiemen-Regelung bis zur Bewirtung - alles liegt in der Hand der Schüler.


Von Duke Ellington bis Herbie Hancock


Und auf der Bühne bei "Leise am Markt" serviert die "Albert's
Jazzband ein klangvolles Programm mit vielen Klassikern von Duke Ellington und George Gershwin bis Herbie Hancock. Am Dirigentenpult: der Saxofonist und Klarinettist Marco Plitzner, der als Interpret wie als Pädagoge seit vielen Jahren in der Region dem Bigband-Jazz die Bühne bereitet.


Umsichtig und anspornenden leitet Plitzner die "Albert's Jazzband", die in diesem Schuljahr einen großen personellen Umbruch zu verkraften hat. Gut, dass einige Ehemalige die Jazzband an diesem Abend unterstützen. Das erleichtert hörbar das Bestreben, sich musikalisch frei zu schwimmen.


Begeisterter Applaus


Der Balanceakt zwischen improvisatorischen Solostellen und genau arrangierten Chorus-Passagen klappt jedenfalls schon beachtlich gut. Gar manches Solo an Saxofon, Klarinette, Klavier, Trompete und Schlagzeug verrät auf jeden Fall Talent und lässt aufhorchen. Klar, dass die "Albert"s Jazzband" vom begeistert applaudierenden Publikum nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wird.



Mit Duke Ellingtons "You don't need a Thing" endet der Abend, wie er begonnen hat.