Erneuter Schlangenfund bei Coburg sorgt für Wirbel: Rätsel um Königspythons gelöst

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Erneuter Schlangenfund im Raum Coburg: Rästel um Königspythons gelöst
Diese Albino-Königspython hat die Freiwillige Feuerwehr Dörfles-Esbach in einem Motoraum eines Autos in Dörfles-Esbach bei Coburg sichergestellt.
Diese Albino-Königspython hat die Freiwillige Feuerwehr Dörfles-Esbach in einem Motoraum eines Autos in Dörfles-Esbach bei Coburg sichergestellt.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Dörfles-Esbach

Zwei Tage nach dem Fund einer Schlange in der Coburger Innenstadt stellt die Feuerwehr im Nachbarort eine zweite Königspython sicher. Jetzt wurde das Rätsel um die Herkunft der Schlangen gelöst.

Im Raum Coburg haben Feuerwehrleute am Donnerstagabend (23. Juli 2026) eine Schlange sichergestellt. Ein Autofahrer hatte das Tier im Motorraum seines Wagens entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. "Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass es sich um eine Blindschleiche oder eine Ringelnatter handelt", berichtet Fabian Bienlein, Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Dörfles-Esbach.

Stattdessen wurden die Einsatzkräfte von einer rund 1,3 Meter langen Albino-Königspython überrascht. "Das war für uns eine Premiere", äußert Bienlein gegenüber inFranken.de. "Katzen oder Eichhörnchen, ja. Aber mit Schlangen hatten wir noch nicht zu tun." Mit einem Besenstiel haben er und seine Kollegen das Tier vorsichtig aus dem Motorraum gehoben und in einen Karton gesetzt.

Zweite Königspython in wenigen Tagen: Schlangenfunde im Raum Coburg hängen zusammen

Die Königspython wurde anschließend der Polizeidienststelle Coburg übergeben. Schlangen, so Bienlein, "sind schon etwas Faszinierendes." Am liebsten seien sie ihm aber trotzdem im Zoo - in einem Terrarium.

Die Polizei Coburg bestätigt den erneuten Schlangenfund in Dörfles-Esbach. Es handelt sich dabei um ein Jungtier. Bereits am Dienstag (21. Juli 2026) hatten die Beamten eine ebenfalls junge Königspython in der Metzgergasse in Coburg sichergestellt. Schnell gingen sie davon aus, dass beide Fälle zusammenhängen, sagte ein Sprecher der Dienststelle im Gespräch mit inFranken.de. Laut der Aussage des Autofahrers, in dessen Motorraum sich die am Donnerstag gefundene Schlange aufhielt, habe er seinen Audi zuvor in der Metzgergasse geparkt - ein Zufall? Nein.

Die Polizei vermutet, dass das Tier im Auto Restwärme des Motors gesucht habe. Schlangen gehe es bei zu niedrigen Temperaturen nicht gut. Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde empfiehlt bei der Haltung von Königspythons tagsüber eine Temperatur von 25 bis 32 Grad Celsius. Nachts solle die Temperatur nicht unter 24 Grad Celsius fallen.

Rätsel um ausgesetzte Schlangen gelöst - dahinter steckt eine traurige Geschichte

Wie die Polizei mitteilt, muss die Haltung von Königspythons beim Ordnungsamt gemeldet werden. Die Beamten hatten dort zunächst allerdings keine Informationen über einen Halter in Erfahrung bringen können. "Es könnte sein, dass die Schlangen gehalten wurden, ohne dass sie angemeldet waren“, teilte der Sprecher mit.

Diese Vermutung bestätigte sich im Laufe des Freitags. Wie die Polizei um kurz vor 13 Uhr berichtet, meldete sich aufgrund der Presseberichte eine Frau bei der Coburger Polizei und gab einen Hinweis auf eine weitere 27-jährige Frau aus dem Stadtgebiet, die als mögliche Besitzerin der Schlangen in Frage komme.

Beamte der Polizei und des Ordnungsamtes Coburg führten daraufhin eine Wohnungsnachschau bei der 27-Jährigen durch. Dabei räumte die laut Polizei "psychisch auffällige Dame" ein, dass sie die beiden Schlangen unerlaubt in ihrer Wohnung gehalten hatte - ohne ein Terrarium. Nachdem es ihr nicht mehr möglich gewesen war, die Königspythons artgerecht zu halten, habe sie beide Schlangen im Stadtgebiet ausgesetzt.

Strafe möglich: Halterin von Königspython muss mit Bußgeld rechnen

Eine fachkundige Untersuchung der Schlangen ergab, dass beide unterernährt sind und auch leichte Verletzungen aufwiesen. Es bestehe jedoch keine Lebensgefahr für die Tiere. Die Schlangenbesitzerin erwartet jetzt ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz. Welche Strafe in so einem Fall droht, könne nicht pauschal benannt werden. Möglicherweise könne es zu einem Bußgeldverfahren kommen, erklärte die Polizei schon vor des Rätsels Lösung im Gespräch mit inFranken.de.

Die Beamten bestätigen auch, dass die zweite gefundene Schlange an eine fachkundige Person übergeben wurde. Diese könne sicherstellen, dass die Königspython artgerecht gehalten und, falls benötigt, aufgepäppelt wird. In einer Pressemitteilung betont die Polizei, dass "von den jungen Schlangen keine Gefahr für Menschen ausging".