Die Polizei hat in Coburg eine Schlange sichergestellt. Die Königspython hatte sich in einem Hausflur in der Innenstadt aufgehalten.
Am Dienstagnachmittag (21. Juli 2026) wurde in der Metzgergasse in Coburg eine Königspython gesichtet. Die Polizei Coburg bestätigt den Fall im Gespräch mit inFranken.de. Ein Bewohner hatte die Schlange im Hausflur eines Wohnanwesens gemeldet.
Eine Streife habe die Schlange gesichert. Sie wurde im Anschluss in eine Auffangstation gebracht. Laut einem Sprecher der Polizei handelt es sich um ein etwa ein Meter langes Exemplar. Auch in einer Coburger Facebook-Gruppe hatte ein Nutzer auf den Vorfall aufmerksam gemacht und gefragt, wer seine Schlange vermisse.
Königspython in Coburg gesichtet - so verhalten sich die Schlangen bei Gefahr
Wem das Tier gehört und warum es sich alleine in der Metzgergasse aufhielt, sei aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen. In dem betroffenen Wohnanwesen seien keine Schlangenhalter bekannt, berichtet die Polizei Coburg am Mittwoch. Erste Überprüfungen beim Ordnungsamt erbrachten keine Hinweise auf den Eigentümer. Laut Polizei bestand "zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung".
Bereits Mitte Juli waren in München zwei ausgewachsene Königspythons in einer Kiste ausgesetzt worden. Tierarzt Thomas Türbl von der Auffangstation für Reptilien in München äußerte sich damals gegenüber der dpa zu der Art. Die Königspython gelte als friedlich und eher scheu. Bei Gefahr rolle sie sich zu einem "Ball" zusammen. Daher stamme auch ihr englischer Name "Ball Python".
Ursprünglich stammt die Königspython aus westlichen und zentralen Teilen Afrikas, wie der Tierschutzbund schreibt, und komme dort insbesondere in Trockensavannen und landwirtschaftlich genutzten Gegenden sowie tropischen Wäldern und im Regenwald vor. Die Tiere seien dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber hielten sie sich in Verstecken auf.
Schlangen können bis zu zwei Meter lang werden
Bei der gefundenen Schlange handelt es sich um ein Jungtier, erklärt die Polizei auf Nachfrage von inFranken.de. Ausgewachsene Königspythons können laut dem Naturschutzbund NABU bis zu zwei Meter lang werden. Ihre durchschnittliche Größe beträgt 1 bis 1,5 Meter.
Für Menschen gilt die Würgeschlange als ungefährlich, da sie ungiftig ist, wie das Online-Informations- und Fachportal für Tiermedizin der Verlagsgruppe Thieme, vet.thieme.de, schreibt. Allerdings könne es laut Tierschutzbund zu schmerzhaften Bissen kommen.