In Coburg wurden zwei Männer verhaftet, die ihre Opfer mit der sogenannten "Wash-Wash"-Masche um ihr Geld bringen wollten. Die Ermittler warnen vor der kuriosen Betrügerei.
Am Montagnachmittag (04. September) nahmen Kriminalbeamte und Zivilkräfte der Coburger Polizei zwei Männer fest, die schon vorab im Visier der Ermittler standen. Die beiden 29- und 33-Jährigen müssen sich als Tatverdächtige der seit längerem bekannten "Wash-Wash"- Betrugsmasche verantworten. Ein Ermittlungsrichter erließ am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg Untersuchungshaftbefehl gegen die beiden Männer.
Am Montag nahmen die Coburger Polizeibeamten die beiden Tatverdächtigen nach umfangreichen Ermittlungsmaßnahmen in der Innenstadt fest. Sie waren in einer Betrugssache mit einem Auto von Sachsen-Anhalt nach Coburg angereist. Einen 29-jährigen mutmaßlichen Betrüger stellten die Beamten gegen 16.30 Uhr am Bahnhof, einen ebenfalls tatverdächtigen 33-jährigen Mann kurze Zeit später in einer Seitenstraße.
Papierschnipsel werden mit Chemie zu Geld - Polizei verhaftet mutmaßliche Betrüger
Die mutmaßlichen Betrüger wollten sich am Bahnhof mit einem potenziellen Opfer treffen, welches die Masche im Vorfeld erkannt hatte und die Polizei verständigte. Die beiden Männer sitzen nun in Untersuchungshaft und müssen sich wegen des Betruges in besonders schwerem Fall verantworten. Gegen den 29-Jährigen bestand zudem bereits ein nationaler Haftbefehl wegen Hehlerei.
Die Täter, die laut der Polizei zumeist aus Zentral- oder Westafrika stammen, treten in der Regel durch persönliche Ansprache oder durch Internetinserate mit ihren potenziellen Opfern in Kontakt. Die Inserate dienen dabei lediglich als Kontaktmittel, um ihre Opfer für die Betrugsmasche ködern zu können. Bei einem anschließenden Treffen gaukeln sie dem Opfer vor, dass sie mittels chemischer Flüssigkeit und eingefärbten Papierscheinen Geld vermehren und daraus echte Banknoten erstellen könnten.
Der verblüffende "Erfolg" bei der Demonstration bringt die Opfer dazu, große Geldsummen in Chemikalien und eingefärbte Scheine zu investieren. Während des Färbvorgangs werden die vermeintlich vermehrten Geldscheine zum "Trocknen" in Paketen bei den Opfern belassen. Die Gauner sind derweil mit dem echten Geld der Opfer bereits über alle Berge. Die Kriminalpolizei weist darauf hin, dass es sich bei diesem oder ähnlichen Phänomenen ausschließlich um Betrugshandlungen handelt. Lassen Sie sich nicht auf diese Masche ein und verständigen Sie die Polizei.
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Gibt es eigentlich Leute die so dumm sind und darauf hereinfallen?
Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen.