Im Betrugsfall um eine unbezahlte Hotelrechnung ist Jimi Blue Ochsenknecht noch nicht durch. Trotz Einstellung legt die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein.
Der juristische Streit um eine unbezahlte Hotelrechnung von Jimi Blue Ochsenknecht ist noch nicht abgeschlossen. Obwohl das Betrugsverfahren gegen den Schauspieler und Reality-TV-Star eingestellt worden war, geht die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun dagegen vor. Sie hat Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt, wie ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zunächst hatte die Tiroler Tageszeitung darüber berichtet.
Das Landesgericht Innsbruck hatte das Verfahren im vergangenen August vorläufig beendet. Ochsenknecht kam dabei ohne Urteil davon, musste jedoch eine Geldbuße in Höhe von 18.000 Euro zahlen. Diese Summe hat der 34-Jährige inzwischen überwiesen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft reicht das jedoch nicht aus, um den Fall auf diesem Weg zu beenden.
Warum die Staatsanwaltschaft widerspricht: Kein Geständnis, offene Zweifel
Die Behörde begründet ihre Beschwerde damit, dass Ochsenknecht seine Schuld nicht formell eingestanden habe. Zudem erfülle sein Verhalten nach der mutmaßlichen Tat nicht die rechtlichen Voraussetzungen für eine sogenannte Diversion. Diese erlaubt es in Österreich, Strafverfahren ohne Urteil, aber gegen Zahlung einer Geldbuße einzustellen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei diese Lösung hier nicht angemessen.
Nun ist das Oberlandesgericht Innsbruck am Zug. Dieses muss entscheiden, ob die Einstellung des Verfahrens bestehen bleibt oder ob der Betrugsprozess fortgesetzt wird. Der Innsbrucker Anwalt von Ochsenknecht äußerte sich zunächst nicht zu einer Anfrage der dpa. Damit ist weiterhin offen, ob dem Prominenten doch noch ein reguläres Gerichtsverfahren droht. Doch es ist nicht das einzige rechtliche Problem, mit dem sich Jimi Blue Ochsenknecht derzeit beschäftigen muss.
Auslöser des Falls war eine Geburtstagsfeier Ende 2021 in einem Vier‑Sterne‑Hotel in Tirol nahe der bayerischen Grenze. Dort hatte Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag gefeiert, die Rechnung in Höhe von knapp 14.000 Euro jedoch lange Zeit nicht beglichen. Erst im vergangenen Sommer wurde der Betrag bezahlt, nachdem Ochsenknecht per Haftbefehl gesucht und festgenommen wurde. Der Schauspieler übernahm vor Gericht zwar die Verantwortung, legte aber kein formelles Geständnis ab.
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