Auf der A70 kommt es wegen eines 39-jährigen Autofahrers beinahe zum Unfall. Der Mann flüchtet. Wie sich später herausstellt, konsumierte er zuvor Cannabis.
Die Polizei hat einen mutmaßlich flüchtigen Unfallfahrer in einem Freizeitpark ausfindig gemacht. Er gestand demnach, zuvor beinahe einen Unfall verursacht und einen anderen Verkehrsteilnehmer beleidigt zu haben. Auch wegen seines medizinisch angeordneten Cannabis wurden die Beamten hellhörig.
Am Mittwochmorgen (8. April 2026) war ein 25-Jähriger mit seinem BMW auf der A70 in Richtung Bayreuth unterwegs. Auf Höhe der Anschlussstelle Eltmann (Landkreis Haßberge) fuhr er auf dem linken Fahrstreifen, als ein Skoda auf die Autobahn auffuhr.
Ausgebremst und Mittelfinger gezeigt: Mann mit Kindern auf dem Weg in Freizeitpark
Dieser wechselte allerdings unmittelbar vor dem BMW direkt auf den linken Fahrstreifen und zwang ihn so zu einer Vollbremsung, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Im Anschluss zeigte ihm der Skoda-Fahrer auch noch den Mittelfinger und fuhr davon.
Der Mann konnte jedoch das Kennzeichen des Skoda ablesen und verständigte die Polizei. Nach ausgiebigen Ermittlungen konnte herausgefunden werden, dass es sich bei dem Fahrer um einen 39-Jährigen handelte, welcher sich derzeit zusammen mit seinen Kindern im Urlaub befindet und an diesem Tag mit ihnen in den Freizeitpark Schloss Thurn unterwegs war.
Weiterhin soll er ein Dauerkonsument für medizinisches Cannabis sein. Der Mann konnte dort tatsächlich erreicht und zur Kontaktaufnahme mit der Polizei am Ausgang des Freizeitparks gebracht werden. Er gab dabei die Fahrereigenschaft bei dem Vorfall zu und teilte auch mit, an diesem Morgen bereits Cannabis eingenommen zu haben.
Nach Fast-Unfall und Stinkefinger: Strafverfahren gegen 39-Jährigen
Aufgrund der offensichtlichen Ausfallerscheinung und Verkehrsaggression musste trotz medizinischer Verordnung des Cannabis eine Blutentnahme angeordnet und seine Heimfahrt unterbunden werden. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ist nun die Folge und ein dauerhafter Entzug seiner Fahrerlaubnis ist in der Prüfung.