Es müsse nun geklärt werden, ob es da "irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind", so Innenminister Herrmann. Die Polizei ermittelt zum Motiv - wie ein Sprecher betont - in alle Richtungen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden - wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte - psychologisch betreut. Ob es über die beiden Mädchen hinaus weitere verletzte Schüler oder Lehrer gibt, ist ebenfalls zunächst unklar.
Die dpa berichtet von einer Zeugin, die zu den erschütternden Ereignissen befragt wurde: "Meine Beine sind ganz schwach geworden", wird die 13-Jährige zitiert, die in die Parallelklasse der beiden schwer verletzten Schülerinnen geht. "Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll, ob ich irgendwie kurz nach Hilfe rufen soll oder einfach mich ganz leise verhalten soll", so das Mädchen. Sie habe sich mit zwei Freunden für die zweite Variante entschieden. "Wir haben dann einfach weggeschaut und gehofft, dass der uns nicht bemerkt". Die 13-Jährige und ihre Freunde hatten Glück - im Gegensatz zu den beiden anderen Mädchen. Ob sie gezielt attackiert oder zufällig ausgewählt wurden, ist bisher unklar.
Update vom 08.07.2026, 15.31 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat an Schule - zwei Mädchen schwer verletzt
Nach der möglichen Amoktat an einer oberbayerischen Schule am Mittwochmittag (8. Juli 2026) sind neue Details bekannt geworden. Wie die dpa mit Berufung auf eine Sprecherin der Polizei berichtet, handelt es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen 16-jährigen Jugendlichen. Aktuell bleibt noch unklar, ob er am Welfen-Gymnasium, auf dessen Gelände sich der Vorfall ereignete, zur Schule ging. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.
Weiterhin sind laut der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden, die beide ins Krankenhaus gebracht wurden. Ob sie in Lebensgefahr schweben, blieb zunächst unklar. Auch hier müsse die Frage, ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, noch geklärt werden. Angaben zu möglichen weiteren Opfern wurden nicht gemacht, zuletzt hatte die Polizei jedoch von einer einstelligen Anzahl an Verletzten gesprochen.
Innenminister Herrmann äußert sich: Täter war wohl mit Messer und Schusswaffe unterwegs
Mittlerweile hat sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu der Lage in Schongau geäußert: "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Zunächst wurde nach Informationen der dpa aber keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.
Einen weiteren Täter gibt es laut Herrmann nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Die Polizei war am Nachmittag weiterhin damit beschäftigt, das Gelände abzusuchen. Der Einsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau läuft seit etwa 12.50 Uhr. Gegenüber inFranken.de hatte ein Sprecher kurz nach dem Bekanntwerden der Tat trotz der Festnahme des verdächtigen zunächst noch keine Entwarnung gegeben.
Ursprüngliche Meldung vom 08.07.2026, 14 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat mit Verletzten an Schule - Täter festgenommen
Am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut der Polizei gegen Mittwochmittag (8. Juli 2026) mehrere Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, eine männliche Person, sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage von inFranken.de mit. Über die Schwere und Art der Verletzungen der Opfer machte der Sprecher keine Angabe.
Gegen 12.50 Uhr wurde die Polizei über mehrere Verletzte in der Schule informiert. Daraufhin wurden sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte zu dem Gymnasium gerufen, darunter auch Helikopter.
Mögliche Amoktat an Schule in Oberbayern
Auf die Frage, ob es sich um einen Amoklauf handelt, antwortete der Sprecher, dass man den Einsatz aktuell unter diesem Gesichtspunkt behandele. Weitere Informationen sollen folgen. Auch wenn man den mutmaßlichen Täter festgenommen und bisher keine konkreten Hinweise auf weitere Täter gefunden hat, gibt die Polizei aktuell noch keine endgültige Entwarnung und rät der Bevölkerung, das Areal zu meiden.