Durch die Mauritiusschule und die Wefa hat die Barrierefreiheit seit Jahrzehnten eine besondere Bedeutung in Ahorn. Damit alle Bürger und Mitarbeiter das Rathaus ungehindert nutzen können, soll dieses im neuen Jahr barrierefrei umgebaut werden. "Es ist zeitgemäß, die Barrierefreiheit des öffentlichen Raumes immer wieder neu zu prüfen und herzustellen. Neben der kontinuierlichen Digitalisierung ist das eine zentrale Aufgabe unserer Verwaltung", sagt Bürgermeister Martin Finzel (parteilos). Neben dem Rathaus werden auch die Bushaltestellen in der Gemeinde barrierefrei umgebaut. "Wir beginnen in diesem Jahr in Triebsdorf und setzen gleichzeitig verkehrsberuhigende Maßnahmen um."

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Auf nachhaltigen Projekten wird in Ahorn in diesem Jahr ebenfalls ein besonderes Augenmerk liegen. "Darunter verstehen wir neben der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum unter anderem Projekte des Klimaschutzes und der klimaneutralen Produktion von Energie, des Schutzes vor Starkregenereignissen", zählt der Bürgermeister auf. Weiterhin sei der Anschluss der Kläranlage Wohlbach an die Verbandskläranlage in Meschenbach geplant. Auch die Weichen für die neue Druckleitung zwischen Schafhof und Wohlbach zum Anschluss an die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes, die für Sommer 2023 geplant ist, soll gelegt werden.

Konkret werde die Gemeinde ihren Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan fortschreiben und mit Blick auf nachhaltige Projekte neu aufstellen. "Zukunftsthemen wie der Klimawandel und die nachhaltige Produktion von erneuerbaren Energien werden ebenso eine Rolle spielen, wie die Ausgewogenheit zwischen Bauen, Landverbrauch und Umweltschutz", sagt Bürgermeister Martin Finzel. Gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt wird die Gemeinde 2022 ein Sturzflutenkonzept erstellen und konkrete Maßnahmen erarbeiten.

In den vergangenen Jahren wurden Projekte begonnen, die noch nicht abgeschlossen werden konnten. So wird bereits länger das Ziel verfolgt, durch zukunftsweisende Wohnprojekte einen Mehrwert für alle Generationen in der Gemeinde zu schaffen. "Beispiele sind die beiden zentral in Ahorn angesiedelten Wohnprojekte ,Wohnen und Arbeiten am Ahorner Berg' und das ,Service wohnen - zentral in Ahorn' des Bauunternehmens Raab hinter dem ehemaligen Edekamarkt", sagt Martin Finzel. Sobald die rechtlichen Planungsgrundlagen geschaffen sind, soll es an die Umsetzung gehen.

Neuer Spielplatz in Witzmannsberg

Ein weiteres Projekt, das sich ebenfalls über mehrere Jahre erstreckt, ist die Generalsanierung der Johann-Gemmer-Grundschule in Ahorn. "Der Sanierung wird sich vor allem auf das eigentliche Schulgebäude konzentrieren", kündigt der Bürgermeister an. Der Eingangsbereich wurde bereits erneuert und der Schusterbau saniert und mit Räumen für die VHS und einem Vorschulkindergarten ausgestattet. Außerdem wurde ein neues Lehrschwimmbecken gebaut und eröffnet.

Eine Maßnahme, die ebenfalls der Jugend zugute kommt, ist der neue Spielplatz, der im Außenbereich der Kulturhalle in Witzmannsberg entstehen soll. "Die Planung des Spielplatzes ist abgeschlossen und die Ausschreibung erfolgt. In den nächsten Wochen werden die Bauarbeiten beginnen." Zwei Ortschaften weiter in Schorkendorf soll 2022 der neue Supermarkt zur besseren Versorgung der Bürger fertiggestellt werden.

Neues Löschfahrzeug für Ahorn

Für seine Gemeinde wünscht sich Martin Finzel außerdem, dass das neue Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Ahorn ausgeliefert wird. "Die Vergabe erfolgte bereits 2021. Ich wünsche mir, dass trotz der aktuellen Lieferengpässe in vielen Bereichen alles reibungslos verläuft", sagt der Bürgermeister. Die Anschaffung des Fahrzeugs sei ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheit der Bürger und ein Signal für die Feuerwehr.

Weil Ahorn in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum nach der Gründung im Rahmen der Gebietsreform feiert, hofft der Bürgermeister auf mehr Normalität für das neue Jahr. "Es geht nicht nur um die Veranstaltungen und Feste, die unsere Gemeinde vor Beginn der Pandemie bereichert haben, sondern vielmehr um den Wiederaufbau der zwischenmenschlichen Beziehungen und Begegnungen", sagt Martin Finzel. red/cd