Bis die Badegäste im "Autilus" begrüßt werden können, werden noch einige Monate ins Land gehen. Im Mai, so hoffen die Verantwortlichen vom Förderverein Freibad Freizeitanlage Autenhausen, wird das Bad baulich, technisch und personell zur Öffnung bereit sein. Bei der Versammlung am Samstag erfuhren die Mitglieder erst vor Ort und später im Sportheim des VfB Autenhausen aus erster Hand, wie die Arbeiten voranschreiten.

Die schlechte Nachricht verkündete Vorsitzender Andreas Gsänger gleich zu Anfang: "Es sind Undichtigkeiten da!" Wie und wo das Schwimmbecken Wasser verliert, hofft Gsänger schnell klären zu können. "Ich hoffe, dass etwas Einfaches gefunden wird", fügte er hinzu.

Schönes, weiches Wasser

Nach anfänglichen Problemen mit der 72000 Euro teuren Technik und noch nicht zufriedenstellenden Wasserwerten lief der Probebetrieb seit 23. Juli ansonsten reibungslos. Nicht nur Mitglieder des Fördervereins testeten das Bad. "Alle schwärmten von dem schönen, weichen Wasser", so Gsänger. Weil erste Bilder der Badenden in den sozialen Medien fleißig geteilt worden waren, war es mit dem Vergnügen auch schnell wieder vorbei: Die Seßlacher Verwaltung sperrte ihr noch aufsichtsloses Freibad mit Zäunen ab. "Das war das Ende der Party", berichtete der Vorstand, äußerte aber Verständnis: "Die Stadt musste einen Riegel vorschieben."

Mitte Juli hatte der Stadtrat das noch nicht fertige Freibad besichtigt und entschieden, dass es heuer wegen der ausstehenden Arbeiten und Corona-Auflagen nicht mehr öffnen soll. Gsänger: "Ich glaube, es war besser so." Die angehenden sechs Rettungsschwimmer aus dem Verein konnten ebenso wie der zukünftige Bademeister Stefan Koch (Maroldsweisach) ihre Ausbildung wegen des Lockdowns noch nicht ganz beenden. "Wir haben schon gesehen, was da nächstes Jahr los sein wird", war sich Gsänger sicher, nachdem das Bad von allen Probe-Badenden sehr gut angenommen wurde.

Wenn das Bad im Frühjahr gereinigt und neu befüllt wird, soll auch die Belastung mit Kolibakterien gelöst sein. Diese seien eventuell durch den Kies, Wasservögel oder Amphibien ins Wasser gelangt und hätten mit der Qualität des Wassers nichts zu tun, erklärte der Vorsitzende. Eines habe der Probebetrieb auch gezeigt: "So ein Bad braucht Pflege!" Täglich müsste das Becken abgesaugt und einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden, berichtete Gsänger. Stolz führte er den Mitgliedern vor Augen, was trotz Corona-Pause an überwiegend ehrenamtlichen Arbeiten im letzten Jahr erledigt werden konnte: Die Pflanzbeete wurden angelegt und Rasen wurde angesät. Das Kioskgebäude wurde verschalt und geputzt, die Küche gebaut, Lampen im Biergarten installiert. Die durch einen Sturm aufs Dach gelegte Bratwurstbude wurde wieder aufgebaut.

Noch einiges zu tun

Durch solch unentgeltliche Arbeiten fleißiger Helfer konnte viel Geld eingespart werden. "Unterm Strich liegen wir finanziell noch gut im Rahmen", verkündete der Vorsitzende. Nun fehlen neben kleineren Restarbeiten noch ein Personalraum und ein WC. Letzteres sollen auch Behinderte benutzen können. Verschalung und Ausbau der beiden Sanitär-Container stellen den größten Kostenposten dar. "Am Ende sieht man von den Containern nichts mehr", versprach Gsänger. "Jeder soll wissen, was bis zur Öffnung im Mai noch zu tun ist", sagte Gsänger. Es werde noch viele helfende Hände und etliche Arbeitsstunden brauchen, bis dann auch offiziell die ersten Badegäste im "Autilus" willkommen geheißen werden.