Im Forstbezirk Lahm bei Oberfüllbach sind Spaziergänger, Freizeitsportler und Hundehalter gern unterwegs. Um dort aber einen Rundwanderweg über Wildmeisterquelle und Wildmeisterstein zu gehen, mussten alle ein gutes Stück die schmale Gemeindestraße benutzen - eine Gefahrenquelle, die jetzt beseitigt wurde.
"Der Herr Landrat hat einen Wunsch geäußert, und wir haben ihn ad hoc umgesetzt", sagt Albert Schrenker, der Leiter des Forstbetriebs Coburg der Bayerischen Staatsforsten. Tatsächlich kam die Anregung von Landrat Michael Busch, der selbst gern mit seinen Hunden im Lahm unterwegs ist. "Ich habe gefragt, ob es nicht möglich wäre, im Wald selbst eine Verbindung für den Rundwanderweg herzustellen", sagt er. Diese Verbindung gab es eigentlich schon. Eine Rückegasse für den Forstbetrieb war an der Stelle vorhanden. Die allerdings war für schwere Maschinen wohl befahrbar, für Fußgänger jedoch eher ungeeignet. Jetzt wurde auf etwa 600 Metern Länge eine Forststraße angelegt, die gut begehbar ist. "Wir nutzen diese Straße natürlich auch mit unseren Maschinen, und es ist auch für uns ein Vorteil, dass wir nicht auf die Straße hinaus fahren müssen", sagt Bernd Lauterbach, der Förster am Coburger Betrieb ist.


Zwei Rundwege möglich

Spaziergänger können jetzt vom so genannten "Berliner Platz" oder vom Ehrenmal in Oberfüllbach, wo es einen neuen Parkplatz gibt, starten. Bleiben sie dann auf dem Plateau des Lahm, können sie mit einer etwa vier Kilometer langen Runde den Wildmeisterstein besuchen.
Eine längere Runde führt jetzt, dank des neuen Weges, vorbei am Wildmeisterbrunnen und ebenfalls den Wildmeisterstein über den Radweg zum Ehrenmal in Oberfüllbach und von da wieder zum Berliner Platz. Diese Tour ist dann etwa sechs Kilometer lang.
"Wir wollen noch eine Verbindung anlegen, vom "Berliner Platz" nach Süden", sagt Albert Schrenker. Dadurch würde sich den Nutzern noch weitere neue Aspekte eröffnen, um im Lahm unterwegs zu sein.


Mehr Rundwege

Rundwege sieht Michael Busch als wichtige Einrichtung für die Freizeitnutzung im Coburger Land und als Argument für die Tourismuswerbung in der Region. "Wenn wir Wandern und Radfahren forcieren wollen, dann müssen wir uns bewegen", sagte er.
Albert Schrenker sicherte die Bereitschaft des Forstbetriebs zu, in seinem Zuständigkeitsbereich am Ausbau des Waldwegenetzes für die Freizeitnutzung mit zu arbeiten. Dass der neue Weg im Lahm so unbürokratisch umgesetzt werden konnte, wertet Michael Busch "als Beweis dafür, dass unsere Netzwerke funktionieren".
Eine Wanderung zum Wildmeisterstein ist in jedem Fall ein guter Freizeittipp.