Es war gleich etwas Spannung in der Luft bei der Mitgliederversammlung der Coburg Locals. Der Grund war die Anwesenheit des ehemaligen Vorsitzenden Markus Grempel. Er stellte seine Einstellung zum Verein deutlich klar: "Ich bin immer für ein Miteinander. Man kann verschiedener Meinung sein, aber dann muss man sich eben zusammensetzen und eine Lösung finden."

Der Verein hat sich neu aufgestellt und dies auch ohne den "alten Motor" Markus Grempel gut geschafft. Weiterhin ein Aushängeschild der Coburg Locals sind die RunningBros. Sie haben ihren festen Platz in der Coburger Laufszene weiter ausgebaut und neben den "Genussläufern" gibt es auch immer mehr sportlich ambitionierte Läufer. Über 1000 Teilnehmer hatte der 1. Coburger Night Run. Nach der gelungenen Premiere wird die Neuauflage am 25. April wieder die Innenstadt von Coburg beleben.

Konzeptumsetzung muss warten

Ein Sorgenkind sind die Funsportler mit ihrem Skaterpark. Die Abteilung hat ganz neue Pläne für den Funpark in der Schublade. "Leider wussten wir nichts von den mündlichen Absprachen mit den Organisatoren des Scootercontests und müssen nun unser neues Konzept erst einmal zurück stellen", sagte Abteilungsleiter Sebastian Maier. Diese Erklärung veranlasste Markus Grempel zu einer konkreten Nachfrage, wie die Zukunft für Coburgs Funsportler aussehen werde. "Aktuell werden die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb Anfang Juli geschaffen, danach geht es an die Umsetzung unserer Ideen", antwortete Sebastian Maier.

Auf die erneute Nachfrage durch Markus Grempel gab der Abteilungsleiter einen kurzen Einblick in die Planungen des Vereins: "Wir wollen den Park auf eine gesunde Größe verkleinern, damit der Park in Zukunft mit Eigenleistungen erhalten werden kann." Leider sei ein öffentlicher Funpark aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Es sollen vor allem Elemente für Einsteiger und Kinder entstehen und so könne man auch neue Mitglieder gewinnen. Markus Grempel stellte noch mal in den Vordergrund, dass der Coburger Park ein Alleinstellungsmerkmal nicht nur für Coburg hat: " Parks auf diesem Niveau gibt es maximal fünf Stück in Deutschland und wir sollten hier auch keine Abstriche machen."

Für die nötigen Bauten für die Deutschen Meisterschaften in Freestyle Scooter am 4./5. Juli sagte er seinem Verein ein faires Preisangebot zu. Damit beruhigte er auch die Mitglieder, die durch fehlende Gegenanbieter einen überzogenen Preis befürchteten.

Der letzte Beachclub-Sommer

Noch keine wirkliche Einigung gibt es in Sachen Beachclub auf dem Gelände der Coburg Locals. Der Verein hat Markus Grempel zum Jahresende 2015 gekündigt und dieser muss nun seinen letzten Sommer dort planen. Vorsitzender Andreas Junker stellte die Einstellung des Vereins dazu deutlich klar: "Wir möchten dort als Sportverein keine reine Partylocation, da es mit Lärm und Müll immer wieder Probleme gibt."

Der neue Vorstand

Der Verein hat sich mit seinen Neuwahlen gut aufgestellt und möchte nun wieder im ruhigeren Fahrwasser seiner eigentlichen Arbeit, gute Sportmöglichkeiten in Coburg zu bieten, nachgehen. Dazu gehört auch der Bau eines zweiten Beachvolleyballfeldes. In den Vorstand gewählt wurden Andreas Junker als Vorsitzender Andreas Junker sowie Alexander Sapor und Andreas Schmidt als seine Vertreter. Kassierer ist Andreas Schmidt, Schriftführer ist Viktor Maul, las Pressewart fungiert Timo Späth.

Interview mit dem 1. Vorsitzenden Andreas Junker

Bei den Coburg Locals gab es in jüngster Vergangenheit einige Aufregungen. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Andreas Junker: Am 17.12.2014 hat unser damaliger 1.Vorsitzender Markus Grempel mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Natürlich müssten wir uns erstmal neu aufstellen, Die Aufregungen galten erstmals den Skater Parks, jetzt sind wir uns im Vorstand einig, dass wir nur einem verkehrssicheren Park für unsere Mitglieder bereitstellen wollen.

Einer der Streitpunkte war der Funpark. Wie wird dort weiter vorgegangen?
Die bisherige Praxis, den Park notdürftig mit oberflächlichen Reparaturen vor dem Verfall zu bewahren, möchten wir nicht weiter verfolgen. Wir möchten die Investition der Stadt Coburg schützen, indem wir den Park Schritt für Schritt umfassend sanieren und in einer etwas kleineren Variante, aber dafür verkehrssicher und mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen wartbar erhalten können.

Im Beachclub hat Markus Grempel das Handtuch geworfen. Wird die beliebte Einrichtung weiter bestehen?
Wir sind im Vorstand einig, dass ein von Markus Grempel geplantes Nutzungskonzept mit Schwerpunkt auf Party Location nicht unserer Vorstellung eines Beach Club entspricht. Deshalb haben wir den Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt.

Die Fragen stellte Astrid Hess.