Laden...
Pegnitz
Tierschutz

13 Hunde in einem Fahrzeug: Polizei stoppt illegalen Transport auf A9

Das Tierheim Bayreuth hat 13 Hunde aus einem illegalen Transport aufgenommen. Die Tiere wurden bei einer Schleierfahndung der Polizei auf der A9 entdeckt. Laut dem Veterinäramt Bayreuth wurden die Tiere "nicht artgerecht transportiert".
 
Tierheim Bayreuth: Die Polizei kontrollierte am Freitag einen Transporter auf der A9 bei Pegnitz. Dabei kamen die Beamten einem illegalen Hundetransport auf die Schliche. Symbolfoto: pixabay/kimdewar0
  • Tierheim Bayreuth kümmert sich um Hunde aus illegalem Tiertransport
  • A9 bei Pegnitz: Polizei stoppt am Freitag (16. Oktober 2020) Fahrzeug auf Autobahn
  • Veterinäramt Bayreuth spricht von "nicht artgerechtem" Transport
  • Ein Hund hat Epilepsie, zwei weitere Tiere sind "verhaltensauffällig"

Tierheim Bayreuth pflegt Hunde aus illegalem A9-Transport: Auf der A9 bei Pegnitz wurde am Freitagnachmittag (16. Oktober 2020) ein polnischer Transporter kontrolliert, berichtet die Polizei. In dem Fahrzeug fanden die Beamten 13 Hunde. Der Transport war nicht angemeldet. Die Tiere stammen ursprünglich aus der Ukraine und wurden dort geimpft, für sie wurde jedoch kein EU-Impfausweis mitgeführt. Die Polizei beschlagnahmte die Tiere, nun sind die Hunde im Tierheim Bayreuth untergebracht.

"Nicht artgerecht transportiert": Hunde sind jetzt im Tierheim Bayreuth

"Leider kommen solche illegalen Transporte immer häufiger vor", berichtet Dr. Iris Fuchs, Fachbereichsleiterin des Veterinäramts des Landkreises Bayreuth, gegenüber inFranken.de. "Auch bei diesem Transport wurden die Tiere nicht artgerecht transportiert." Sie seien in einem mittelmäßigen Zustand gewesen, als man sie fand. "Ein Hund leidet unter Epilepsie, zwei andere waren schon sehr verhaltensauffällig", so Fuchs. Der Fahrer habe nicht die Befähigung gehabt, sich ausreichend um die Tiere zu kümmern. 

Fuchs warnt vor Transporten aus dem Ausland: "Gerade im Internet sollte man bei Hundeadoptionen vorsichtig sein. Oftmals werden die Tiere nicht von der Straße gerettet, sondern extra für den Transport gezüchtet." Auch bei diesem Vorfall sei eine "Tierschutzorganisation" beteiligt gewesen.

"Die Leute möchten helfen und bekommen dann oftmals einen kranken Hund vermittelt." Bei Tierschutzorganisationen solle man vor allem darauf achten, dass sie Mitglied beim Deutschen Tierschutzbund e.V. sind. So stelle man eine legale Adoption mit EU-Impfausweis sicher. 

Die 13 Transport-Hunde müssen jetzt erst einmal auf Tollwut-Antikörper getestet werden. Erkrankte Tiere können für Tiere in der Umgebung schnell gefährlich werden. Die Hunde befinden sich aktuell vorläufig im Tierheim Bayreuth. Zum aktuellen Gesundheitszustand der Hunde aus dem A9-Tiertransport konnte das Tierheim Bayreuth auf Nachfrage von inFranken.de aber noch keine Aussagen machen.