Die Europareise ist für Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth für diese Saison beendet: Zwar konnten sich die Wagnerstädter vor 2237 Zuschauern gegen den ohne vier Leistungsträger angetretenen slowenischen Serienmeister Olimpija Ljubljana mit 82:71 (42:43) durchsetzen, die ersehnte Schützenhilfe von Patras blieb aber aus. Denn die Griechen mussten sich etwas überraschend dem litauischen Erstligisten Neptunas Klaipeda mit 69:82 geschlagen geben. So können die Wagnerstädter die Litauer am letzten Spieltag der Champions League nicht mehr einholen. Die Plätze 5 und 6 in der Gruppe D, die zum Verbleib im FIBA-Europacup berechtigen, sind weg.

Angeführt von Adonis Thomas, De'Mon Brooks und Kassius Robertson, die in den ersten zehn Minuten jeweils sechs Zähler erzielen konnten, erwischten die Bayreuther gegen den 17-fachen slowenischen Meister einen guten Start in die Partie und konnten sich eine 24:18-Führung (10.) nach dem ersten Spielabschnitt sichern.

Als die Topleute zum Start in das zweite Viertel die Bank drückten, ging bei Bayreuth vorübergehend gar nichts mehr. Ljubljana startete mit einem 11:0-Lauf und nötigte Medi-Trainer Raoul Korner in der 15. Minute die erste Auszeit ab (24:29). Danach durchbrach Kapitän Bastian Doreth die Bayreuther Flaute mit einem Treffer von der Dreierlinie.

Der auch diesmal mit Abstand beste Bayreuther, De'Mon Brooks, glich kurz vor der Pause mit zwei Dreiern in Serie zum 40:40 aus (18.). Aber Ljubljana antwortete durch seinen auffälligen US-Center Marvin Jones und sicherte sich einen 43:42-Vorsprung (20.).

Auch nach dem Seitenwechsel stotterte der Motor im Bayreuther Angriff zunächst. Ein Ballgewinn von Routinier Steve Wachalski sorgte dann für eine Initialzündung und brachte den Führungswechsel durch den immer stärker werdenden Topscorer Adonis Thomas (55:53, 26.). Bis zur letzten Viertelpause hatten sich die Bayreuther auf 60:55 (30.) abgesetzt.

Ein Dreier von Kassius Robertson sorgte zu Beginn des Schlussabschnitts für die bis dahin höchste Bayreuther Führung (63:55, 31.), Brooks sorgte wenig später für den ersten zweistelligen Vorsprung (67:57, 34.), Ljubljana konnte noch einmal verkürzen (75:70, 39.), Medi Bayreuth ließ sich im Endspurt aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und verabschiedete sich mit einem mühsamen, wenig glanzvollen und letztendlich bedeutungslosen Arbeitssieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Slowenien.

Medi Bayreuth - Olimpija Ljubljana 82:71 (42:43) Medi Bayreuth: Mika (7), Thomas (22), Robertson (15), Stockton (2), Doreth (12/3), Wachalski, Hrovat, Meisner (4), Brooks (20), Raivio. Petrol Olimpija Ljubljana: Jones (15), Tratnik (4), Lazic (16), Samanic (9), Simonovic (4), Badzim (16), Sanon (7), Rebec, Kastrati.