Erster mobiler Unverpackt-Laden Oberfrankens fährt durch Landkreis Bayreuth und weitere Orte in der Region: Seit Donnerstag (5. August 2021) fährt der mobile Unverpackt-Laden von Denise Stiehl durch Franken. Die erste Tour des Trucks führte zuerst nach Buchau und dann nach Büchenbach und Körbeldorf (Landkreis Bayreuth). inFranken.de weiß, wo der Truck sonst noch hält und was es dort zu kaufen gibt.

"Das unverpackte Stiehlchen" ist außer mittwochs und sonntags jeden Tag unterwegs, um unverpackte Lebens- und Haushaltsmittel zu verkaufen. Die meisten Orte die Denise Stiehl, die Inhaberin des Trucks, ansteuert liegen im Landkreis Bayreuth. Aber auch Orte in anderen Landkreisen stehen im Tourenplan. Die genauen Standorte und Uhrzeiten des mobilen Unverpackt-Ladens werden auf der Internetseite und auf Facebook veröffentlicht. Täglich werden zwei bis drei Standorte angefahren. Das sei davon abhängig, wie groß die Gemeinde ist, erklärt die Inhaberin. Ständen größere Orte auf der Tagesordnung wie zum Beispiel Pegnitz (Landkreis Bayreuth) bleibe es an diesem Tag bei zwei Stopps und der Truck bleibe dafür "ein paar Stündchen länger dort".

Landkreis Bayreuth: Erster mobiler Unverpackt-Laden Oberfrankens - Truck fährt seit 5. August durch Franken

Wie es zur Idee für den Unverpackt-Truck kam? "Die Idee ist eigentlich daraus entstanden, dass ich etwas für die Umwelt tun wollte, aber etwas Eigenes", erklärte Stiehl inFranken.de. Hätte sie dafür aber beispielsweise einen konventionellen Unverpackt-Laden eröffnet, hätte das "die äußeren Gemeinden nicht abgedeckt". Die Geschäftsidee mit Truck gebe es außerdem beispielsweise im Norden Deutschlands bereits.

"Das unverpackte Stiehlchen" verkauft nahezu alles: Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Getreide, Zerealien, Kaffee, Tee, Gewürze, Mehl, Essig, Öl, Reinigungsmittel, Waschmittel und Drogerie-Artikel, wie Denise Stiehl aufzählt. Das gesamte Sortiment ist ebenfalls auf der Internetseite des mobilen Unverpackt-Ladens einzusehen. Alle Produkte seien dabei biologisch und von regionalen Lieferanten. Die Drogerie-Produkte seien außerdem vegan und tierversuchsfrei. Beim Einkauf werden die Produkte dann in mitgebrachte Behältnisse eingefüllt. Alternativ sei es auch möglich vor Ort kleine Gläser oder Beutel zu kaufen. Das große Ziel: Dem "Plastikwahnsinn" entgegenwirken. 

Um das auch bei der Anlieferung umzusetzen, würden Stiehls Produkte in "Großgebinden" geliefert. Beispielsweise in Zehn- oder Zwanzig-Kilo-Säcken aus Papier. Bei Produkten, bei denen das nicht möglich sei, wie bei Essig und Öl gebe es eine andere Lösung. Essig und Öl würden in Pfandbehältern, in Kanistern, geliefert, die dann auch wieder abgeholt werden.

Positive Bilanz auf dem fränkischen Land: Unverpackt-Truck wird "sehr positiv angenommen"

Nach den ersten Tagen zieht Denise Stiehl eine positive Bilanz: "Es wurde bisher sehr positiv angenommen." Die Menschen würden sich freuen, dass es eine solche Möglichkeit gibt und man etwas gegen den "Verpackungswahnsinn" in Supermärkten tun könne. Viele Menschen würden ihr aber auch erklären, dass sie sich erst umstellen und Lebensmittel, die sie bereits Zuhause haben aufbrauchen müssten. Einen Bestseller gebe es nach so kurzer Zeit noch nicht: "Es wird viel durchprobiert." Besonders beliebt seien aber Müsli und Nudeln. 

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