Oberfränkische Brauerei verschenkt Bier - bevor es schlecht wird. Durch die coronabedingten Gastronomie-Schließungen haben vielerorts Gastwirte dasselbe Problem: Die Haltbarkeit ihres Bieres läuft ab. Das nahende Mindesthaltbarkeitsdatum stellt sie vor die Frage: Was passiert nun mit dem Bier?

Gastwirt Heinrich Schreyer vom Goldenen Lamm in Plankenfels (Landkreis Bayreuth) hat sich jetzt etwas einfallen lassen, damit er sein Bier nicht wegschütten muss. Ein Brauer aus Pretzfeld übt indes scharfe Kritik an der Corona-Politik. In einem emotionalen Video wendet er sich direkt an Merkel, Söder und Co.

Bier erreicht Verfallsdatum: Verschenken statt wegschütten

Schreyer verschenkt es, da auch in seinem Wirtshaus das Bier so langsam, aber sicher das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht. "Bevor ich es wegschütte, kann ich es auch verschenken, bevor es sauer wird", beschreibt er die aktuelle Lage.  Den Liter Fassbier gibt es für alle, die To-Go ihr Essen abholen "sozusagen als Bon-Bon dazu".

Eigentlich sollte das Bier in Milchkännchen abgeholt werden. Da viele so etwas aber nicht mehr besitzen, kämen sie mit den "unmöglichsten Gefäßen" vorbei. "Einmal kam jemand mit einem Wasserkocher, aber auch leere Flaschen werden zum Abfüllen mitgebracht", sagt der Wirt. Manche kommen demnach auch ohne eine Essensbestellung. "Die sagen dann, sie sind Vegetarier, aber Bier trinken sie trotzdem". Da drücke Schreyer dann ein Auge zu - viele ließen dafür eine kleine Spende da.

Wie lange es das Freibier noch geben soll, weiß Heinrich Schreyer nicht. "Momentan haben wir noch circa 100 Liter Bier da, das im Februar abläuft." Ob noch mehr dazukommt, hänge davon ab, wann er wieder öffnen könne. "Natürlich würde ich das Bier lieber wieder ganz normal in meinem Wirtshaus verkaufen", sagt Schreyer.

Auch die Briten stehen vor diesem Problem. Sie müssen fast 50 Millionen Liter Bier vernichten.