"Schnellstmöglich chloren": Keimbelastung im Trinkwasser - was Anwohner wissen müssen

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Bayreuth: Keimbelastung im Trinkwasser festgestellt - Informationen für Anwohner
Bayreuth: Keimbelastung im Trinkwasser festgestellt - Informationen für Anwohner
Ralf Ruppert / pixabay.com (Symbolbild)

Da die Stadtwerke Bayreuth in einigen Straßen eine Keimbelastung festgestellt haben, wird das Trinkwasser dort nun gechlort. Die Stadtwerke geben Informationen für betroffene Haushalte.

Die Stadtwerke Bayreuth haben bei einer routinemäßigen Kontrolle ihres Trinkwasserhochbehälters in Seulbitz am Mittwochmorgen eine geringe Keimbelastung festgestellt, wie sie in einer Pressemitteilung informieren. Davon betroffen sind in Seulbitz‘ Höhenlagen folgende Straßen:

  • Almstraße
  • Bergfriedstraße (alle außer Nr. 2)
  • Hohereuth
  • Lenzstraße (betroffen sind: Nr. 8, 10, 12, 14, 15, 18 und 19)
  • Seulbitzer Straße (betroffen sind: Nr. 75, 79 und 81)
  • Sonnenleite
  • Waldstraße

Das restliche Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bayreuth ist nicht betroffen. „Wir haben umgehend das Gesundheitsamt informiert und vereinbart, dass wir das Trinkwasser zum Schutz der versorgten Menschen schnellstmöglich chloren“, sagt Stadtwerke-Sprecher Jan Koch. Das Ergebnis der auffälligen Probe gebe keine Hinweise auf eine Belastung mit gefährlichen Keimen, weswegen eine Chlorung ausreiche und es nicht notwendig sei, das Trinkwasser abzukochen. Derzeit spülen die Mitarbeiter der Stadtwerke die Leitungen in Seulbitz, damit sichergestellt ist, dass sich das Chlor überall im betroffenen Leitungsnetz verteilen kann.

Unklar ist laut den Stadtwerken bislang, was die Ursache des Problems ist. „Wir gehen dem umgehend auf den Grund“, betont Koch. „Am wahrscheinlichsten ist es, dass das Problem direkt im Hochbehälter liegt, weil die davorliegenden Leitungen alle keimfrei sind.“ Der betroffene Hochbehälter wird deshalb so schnell wie möglich abgelassen, gereinigt und desinfiziert. Dauern könne es trotzdem, bis die Stadtwerke die Chlorung wieder einstellen können, da erst mehrere verlässliche Probenergebnisse vorliegen müssen. „Selbstverständlich stimmen wir alle Maßnahmen eng mit dem Gesundheitsamt ab. Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir die Öffentlichkeit“, sagt Koch.

Vom Chlor geht laut den Stadtwerken keine Gefahr aus: „Im Gegenteil. Es sorgt dafür, dass die entdeckten Keime unschädlich gemacht werden. Außerdem achten wir mit Argusaugen darauf, dass sich weder zu viel noch zu wenig Chlor im Seulbitzer Trinkwasser befindet. Denn natürlich halten wir uns auch in dieser Situation an die gültigen Grenzwerte für Chlor, die uns die Trinkwasserverordnung vorgibt“, sagt Koch. Das bedeute, dass das gechlorte Trinkwasser für Menschen – auch für Babys, Kleinkinder, Schwangere oder Kranke – geeignet ist. „Wer sich am Chlorgeruch stört, dem empfehlen wir, das Wasser abzukochen, weil sich das Chlor dann automatisch verflüchtigt.“

Bereits im Frühjahr hatten die Stadtwerke in einem anderen Hochbehälter in Seulbitz mit Problemen zu kämpfen: Auch damals wurde eine leichte Verkeimung festgestellt. Es stellte sich heraus, dass Modernisierungsarbeiten an besagtem Hochbehälter die Ursache waren. „Seitdem kontrollieren wir das Trinkwasser in Seulbitz noch engmaschiger“, sagt Jan Koch. „Wir können daher davon ausgehen, dass wir das aktuelle Problem sehr frühzeitig erkannt haben.“

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Chlorung finden sich auf der Webseite der Stadtwerke Bayreuth. Zudem beantwortetet das Unternehmen Fragen auch gerne telefonisch (0921 600-275) oder per Mail (unternehmenskommunikation@stadtwerke-bayreuth.de).