Ein weiteres Problem sind die Infrastruktur und Naturgefahren. Marode Verkehrswege, unzuverlässiger Strom und Wasser, dazu Umwelt- und Klimarisiken machen es schwer, sich im Notfall zu bewegen oder Hilfe zu bekommen.
Das Risiko reist mit: gefährliche Reisegebiete 2026
Die "Risikokarte" für 2026 liest sich in vielen Teilen wie ein Nachrichtenüberblick der Krisen der letzten Jahre. Besonders kritisch sind zum Beispiel: Afghanistan, Sudan, Ukraine, Myanmar, Iran, Israel, Libanon, Syrien sowie der Gazastreifen und das Westjordanland.
In vielen dieser Länder sind bewaffnete Konflikte an der Tagesordnung, sodass Reisen eher einem Einsatz in einem Krisengebiet als einem Urlaub gleichen. Auch Staaten wie Haiti, Venezuela oder Somalia gelten als hochriskant, weil dort Gewalt, instabile Politik und ein weitgehend zusammengebrochenes Gesundheitssystem zusammenkommen.
Selbst klassische Urlaubsziele sind nicht automatisch sicher: In Ländern wie Ägypten, der Türkei oder Thailand wird 2026 laut Auswärtigem Amt von einem hohen bis kritischen Risiko gesprochen. Hier geht es nicht immer um offenen Krieg, sondern häufig um eine Kombination aus politischer Unsicherheit, Kriminalität, einzelnen Konfliktregionen und begrenzter staatlicher Kontrolle.
Digitaler Helfer: Risiko-Karte gibt Hilfestellung
Anstatt dich nur auf dein Bauchgefühl oder Werbeprospekte zu verlassen, kannst du für deine Urlaubsplanung 2026 digitale Risiko-Karten nutzen. Anbieter wie Riskline, A3M oder Safeture bewerten die Sicherheitslage, medizinische Versorgung, politische Stabilität und Umweltgefahren und stellen diese Informationen als farbige Weltkarte dar.
Grün markierte Länder gelten als vergleichsweise sicher, etwa große Teile Europas wie Skandinavien, Portugal, Irland – auch Deutschland taucht auf den Karten als sicheres Reiseziel auf. Gelbe, orange oder rote Regionen zeigen dir dagegen auf einen Blick, wo du mit deutlich erhöhter Gefahr rechnen musst – sei es durch Gewalt, instabile Staaten oder schwache Infrastruktur.
Spannend und ein bisschen unbequem ist: Selbst in grünen Ländern ist Sicherheit relativ, denn auch dort existieren Terrorwarnungen, rechtsextreme Gewalt oder überlastete Krankenhäuser – nur auf einem niedrigeren Niveau. Die Karten helfen dir also nicht nur bei der Reiseplanung, sondern zeigen auch, wie ungleich Sicherheit weltweit verteilt ist.
Vorschaubild: © Jacek Chabraszewski/AdobeStock