Hüte waren durch die Jahrhunderte hindurch stets ein modisches Accessoire für alle Geschlechter und alle Altersklassen. Heutzutage greift man lieber zur massenproduzierten Wollmütze. Im Sommer tut es auch noch ein billiger Stoff- oder Strohhut für den Sommerurlaub, der sowieso nach den zwei Wochen Dauerbelastung in der Sonne auseinanderfällt.

Der Kauf einer Mütze erfolgt meist aus funktionellen Gründen: Der Winterurlaub steht an, oder die Mutter liegt einem in den kalten Monaten in den Ohren, man solle doch eine Mütze aufziehen, damit man sich nicht erkältet. Aber wirklich individuell und hochwertig sind die meisten Mützen in Bekleidungsgeschäften eher nicht. 

Behütetes Bamberg: Hüte bis vor kurzem ziemlich aus der Mode

Hüte werden kaum noch in den Geschäften angeboten, daher werden sie auch seltener gekauft und man sieht auf der Straße oder in der Innenstadt niemanden mehr mit Hüten herumlaufen. "Was man oft sieht, will man dann auch gerne selbst haben", so die Theorie von Ismène Juteau (45), der Betreiberin des Hutsalons Juteau mit dem Motto "Hüte im Zeitrausch". Diesen hat sie 2019 in der Jäckstraße 27 in Bamberg eröffnet.

Auf die Frage, wann und warum Hüte aus dem Trend gekommen sind, antwortete Juteau, dass das Ende der 70er Jahre passiert sei. Zu dieser Zeit nutzten immer mehr Leute das Auto zur Fortbewegung und wenn man einen Hut trug, passte man oft nicht mehr ohne weiteres hinein und empfand ihn als störend. Das Tragen von Mützen habe sich deshalb etabliert, weil man eine Mütze ganz einfach in einer Tasche verstauen konnte, weil sie im Gegensatz zum Hut faltbar sei.

Nach ihrem Gesellenbrief zur Modistin arbeitete sie ab 1997 in Paris in dem renommierten Atelier "Tête à Tête", wo sie in der High-Fashion Szene an Aufträgen für John Galliano (Dior) und Thierry Mugler (Mugler) arbeitete und danach für Theater und Fernsehen. 

Bamberger Hutsalon: Mund-Nase-Schutz in die Produktion mitaufgenommen

Sie produziert aus hochwertige Maßarbeiten und Kleinserien, darunter auch Beanies und Stirnbänder wortwörtlich Hüte im Zeitrausch. "Jede Epoche hat seinen Hut und darauf habe ich mich auch spezialisiert. Von mittelalterlichen Trachten über Vintage Mode, vom Alltagshut über Brautmoden bis hin zu extravaganten Hüten", erklärt Juteau in einem Gespräch mit inFranken.de. 

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Seit 2019 hat sie sich mit ihrem eigenen Hutsalon in Bamberg niedergelassen, um ihre Heimat gut zu "behüten". Viele Menschen behaupten von sich, dass sie kein Hutgesicht hätten und ihnen daher sowieso kein Hut stehen würde. Bei solchen Aussagen winkt sie nur ab: "Es gibt für Jeden den richtigen Hut."

Passend zur Corona-Pandemie hat sie ihr Sortiment um die Produktion von hochwertigen Mund-Nase-Schutzmasken, die sogar maschinenwaschbar sind, erweitert.

 

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