Die Verantwortlichen der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Bamberg sind entsetzt. Sie mussten aus der Zeitung erfahren, dass sie ihre Flächen wohl verlieren, wenn das neue Technologiezentrum der Handwerkskammer nahe der Brose-Arena entsteht. "Wir waren schockiert, als wir davon erfahren haben. Bis heute hat sich von der Stadt noch keiner bei uns gemeldet", sagt Anna-Sophie Braun aus dem Solawi-Orgateam. Eine Fläche von 1,5 Hektar hat ihr Verein von der Stadt gepachtet und dort auch einen Selbsterntegarten angelegt. "Wieder wird die Zerstörung wertvoller Flächen dem Bürger als alternativlos, überaus wichtig und notwendig für die Entwicklung Bambergs verkauft", sagt Brauns Mitstreiter Christian Luplow. Die Solidarische Landwirtschaft Bamberg habe es dank überaus engagierter Menschen geschafft, ohne Eigenkapital einen Biobetrieb aufzubauen, "der mehr als hundert Bamberger das ganze Jahr über einmal die Woche mit hochwertigstem Gemüse versorgt".

Wirtschaftsreferent Stefan Goller, der für die Stadt die Verhandlungen führte, bittet um Verständnis dafür, "dass bisher noch keine Informationen über das Projekt nach außen getragen wurden". Denn noch stünde ein Beschluss der Handwerkskammer aus, den Bau an dieser Stelle zu verwirklichen. Und wenn es dazu kommt, sei kaum vor 2023 mit konkreten Baumaßnahmen zu rechnen.

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