Wie kommt man auf die Idee, den Spielplan des E.T.A.-Hoffmann-Theaters improvisiert und wild kombiniert auf die Bühne zu bringen? "Grenzen gibt es keine - wir können alles", ist die Devise des Ensembles Ernst von Leben, das sich mit einem weiteren unkonventionellen Projekt zurückmeldet. Ja, an Ideen mangelt es den Akteuren nicht, die am 28. April zu erleben sind.

"Aus dem Hier und Jetzt schaffen wir kreatives Theater", heißt's auf der Homepage des Ensembles. So nehmen die Schauspieler, Musiker und Performancekünstler die TV-Realität "Bauer sucht Frau" (in Bamberg: "Brauer sucht Frau") ins Visier. Oder zapfen die Fantasie von Kindern an, für die sie dann Ritter und Piraten spielen. Ein Musikprojekt: Theaterjazz. Und nun zum zweiten Mal eine Interpretation der Stücke, die am E.T.A.-Hoffmann-Platz vor großem Publikum gezeigt werden.

Womit zu rechnen ist? "Es kann passieren, dass der Revoluzzer Prinz Friedrich von Homburg die Sprache Sibylle Bergs annimmt und sich mit ein paar anderen Junggebliebenen nachts im schwarzen Wasser eines Schwimmbads spiegelt", verrät Felix Forsbach, neben dem Olga Seehafer, Johanna Waldhoff, Thomas Paulmann und Jakob Fischer in Aktion treten. "Oder urplötzlich entspringt aus dem Mund des Mönchs Medardus ein Schlager Marke ,Krähwinkel', in dem es um die deutsche Seele und das schwarze Wasser als wahres Elixier des Teufels geht."

So oder auch ganz anders könnten Abende verlaufen, an denen das Ensemble Ernst von Leben "frei nach Spielplan" improvisiert. Schließlich entscheidet das Publikum, was es wie und mit wem zu sehen bekommt.
Wer sich noch Tickets sichern möchte, wird beim BVD und natürlich beim E.T.A.-Hoffmann-Theater selbst fündig. Das Spiel des Ensembles beginnt um 20 Uhr in der Treffbar.