Die nächtliche Ausfahrt mit einem Amphibienfahrzeug auf der Regnitz am ersten Tag der Sandkirchweih hat dem Chef von Brose, Michael Stoschek, und seinen drei männlichen Begleitern sichtlich Spaß gemacht. Das lässt sich aus den Fotos unseres Mitarbeiters Harald Rieger herauslesen.

Nun ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ausfahrt für Stoschek Folgen haben wird, relativ hoch. So hat Josef Kropf für die Schiffer- und Fischerzunft angekündigt, Anzeige bei der Wasserschutzpolizei stellen zu wollen. Die Stadt Bamberg hat auf Anfrage bestätigt, dass es sich bei der nächtlichen Ausfahrt um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Michael Stoschek habe bei der Stadt Bamberg nicht um eine Genehmigung nachgesucht und deshalb auch keine erhalten. Laut Ulrike Siebenhaar, Leiterin der Pressestelle im Rathaus, beginne das Spektrum der Sanktionen mit der Verwarnung als mildester Form. Aber "in welcher Form und Höhe wir auf Stoschek zugehen werden", sei noch nicht bekannt. Bei der Stadt ärgert man sich darüber, dass Stoschek dauerhaft uneinsichtig ist: Schon in den Jahren 2012 und 2013 ist er laut Siebenhaar zur Sandkirchweih auf der Regnitz herumgeschippert - auch damals ohne Erlaubnis.

Unser Leser Klaus Rakette sieht das Ganze mit einem ironischen Augenzwinkern: "Da schippert ein stadtbekannter Unternehmer mit seinem Amphibienfahrzeug während der Sandkerwa beifallheischend auf der Regnitz und das gemeine Volk droht gleich mit Wasserschutzpolizei, Staatsanwalt und Anzeige.
Ja, wo kämen wir denn da hin, wenn ein Wohltäter der Stadt sich das nicht erlauben dürfte? A Hund isser scho, unser stets um Schlagzeilen bemühter Narziss. Gleichwohl träfe es ihn bis aufs Mark, würde man ihn und seine Eskapaden einfach ignorieren..."
gg