Im September 2021 haben Bundestag und Bundesrat die Beschlussempfehlung zum Ganztagsförderungsgesetz angenommen. Damit stehe auch die Stadt Bamberg vor der Herausforderung, ab dem Schuljahr 2026/27, beginnend mit der ersten Jahrgangsstufe, jedem Kind eine ganztägige Betreuung zu ermöglichen. Um diesen Rechtsanspruch erfüllen zu können, seien "frühzeitig Weichen für einen quantitativen Ausbau und eine qualitative Verbesserung der ganztägigen Bildung und Betreuung zu stellen". Für diesen Planungsprozess werde ab 1. Oktober 2021 das Bildungsbüro der Stadt Bamberg zuständig sein, teilt die Stadt mit. 

"Das Bildungsbüro möchte die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig an diesem Prozess beteiligen und Wünsche, Erwartungen und Bedarfe der Familien mit Grundschulkindern erfassen", heißt es. Der Austausch wird vom 24. September bis zum 31. Oktober 2021 mit einem Prozess zur Bürgerbeteiligung auf der Plattform www.bamberg-gestalten.de eröffnet. Informiert werde dort über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Formen ganztägiger Betreuung und den derzeitigen Stand in Bamberg. Zugleich werde die Möglichkeit eröffnet, themenbezogen zu diskutieren und Wünsche und Bedarfe zu äußern. Zudem könnten Familien an einer Umfrage teilnehmen und konkrete Angaben zu benötigten Plätzen und qualitativen Erwartungen an den Ganztag machen.

Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses würden in den bevorstehenden Planungsprozess einfließen und eine Grundlage für eine geplante „Werkstatt Ganztag“ sein, bei der die relevanten Akteurinnen und Akteure wie Schulen, Träger, Elternbeiräte etc. im November 2021 zusammenkommen. Für einen persönlichen Austausch zum Thema ganztägige Bildung und Betreuung bestehe darüber hinaus die Möglichkeit, vom 6. bis 8. Oktober das Bürgerlabor der Stadt Bamberg in der Hauptwachstr. 3 zu besuchen.