Noch immer liegt in Bamberg jede Menge Schnee. Am Montag wurde daher der Busverkehr eingestellt, am Dienstag fahren diese nun wieder - allerdings mit Einschränkungen.
Aufgrund der Schneemassen hatten die Stadtwerke Bamberg am Montag (26. Januar 2026) den Busverkehr eingestellt. Am Dienstag (27. Januar 2026) melden sich die Verantwortlichen nun mit einer guten Nachricht: "Die Lage auf Bambergs Straßen hat sich erheblich verbessert. Die Stadtwerke Bamberg nehmen den ÖPNV wieder auf", teilen diese mit.
Die ersten Busse waren am Morgen bereits unterwegs. Allerdings könne es auf allen Linien zu Verzögerungen kommen. Auch Fahrplanänderungen gibt es, wie die Stadtwerke in den Sozialen Medien mitteilen.
Fahrplanänderungen in Bamberg: Diese Buslinien sind betroffen
Demnach würden aktuell auf der Linie 911 die Haltestellen zwischen Berliner Ring und Robert-Bosch-Str. ausfallen. Die Busse fahren demnach über den Berliner Ring direkt zur Haltestelle an der Robert-Bosch-Straße. Auf der Linie 915 kann die Greiffenbergstraße aktuell nicht angefahren werden, es entfallen demnach die Haltestellen Kunigundenkirche (stadtauswärts) und Adolf-Wächter-Straße (einwärts). Eine Sperrung gebe es zudem auf der Linie 914. Hier müsse eine Umleitung über die Lichteneiche gefahren werden. Die Haltestellen Gundelsheimer Straße bis Hirschknock würden daher entfallen.
Im Netz gibt es auch Kritik: "Wäre nur toll wenn man auch gefahrenlos an den Bushaltestellen ein und aussteigen könnte", schreibt etwa eine Nutzerin unter dem Beitrag der Stadtwerke in den Sozialen Medien. Keine Überraschung für die Verantwortlichen, wie deren Antwort zeigt: "Wir kennen das Problem, stehen dazu mit 'Bamberg Service' in Kontakt", heißt es darin.
Am Tag zuvor hatten die Stadtwerke ihre Zwangspause in den sozialen Medien angekündigt. Auch Schulbusse würden nicht fahren, hieß es in dem Facebook-Post. "Wir sind mit allen vorhandenen Mitarbeitern im Einsatz, um schnellstmöglich wieder alle Busse auf die Straßen zu bringen", wurde darin betont. Wie ein inFranken.de-Redakteur berichtete, warteten an Bushaltestellen trotzdem einige Menschen. In anderen fränkischen Städten liegt der Busverkehr auch am Dienstag lahm. Auch einige Mülltonnen bleiben in Franken stehen.
Vorschaubild: © Ralf Welz / inFranken.de
Das Problem ist nicht der Schnee, sondern die Verantwortungsdiffusion, die sich in vielen urbanen Milieus etabliert hat. Entscheidungen werden nicht getroffen, Zuständigkeiten verwischt, und am Ende ist niemand mehr verantwortlich. So endet es im Chaos, obwohl die Lage vorhersehbar war. Und sobald man dieses Milieu an seine Verantwortung erinnert, reagiert es nicht mit Lösungen, sondern mit billigen Ausweichmanövern und wilden Behauptungen..
Und den Schülern/Eltern sagt man 5 min vor 8:00 Uhr, dass die Schule ausfällt, obwohl die Schüler längst unterwegs sind. Dafür braucht man keine KI sondern Leute in den Dienststellen die denken können. Aber deren Dienstbeginn ist halt erst um 8:00 Uhr oder nur Homeoffice und da liegt kein Schnee.
... und wie immer hat es alle "völlig unvorbereitet" getroffen. War ja seitens der Verantwortlichen nicht absehbar.
Unsere OB-Kandidatin und unser ehem. 2. Bürgermeister und Bildungs-, Kultur- und Sportreferent der Stadt Bamberg Dr. Chritian Lange sollen mal nicht mit immer nur mit dem Finger auf Andere zeigen. Thema "Schulausfall und nichts ist geregelt". Man saß ja selbst lange genug an entsprechenden Stellen, hat aber anscheinend nichts aus den Weg gebracht, was in so einem Fall zu tun ist.
Früher gabe es für das bischen Schnee für Nutzfahrzeuge wie z.B. Busse auch Schneeketten. Und meinen damals schon CE-Führerschein beim Bund habe ich auf derartig winterlichen Straßenbedingungen im Voralpenland erworben.
Montag ist beim Bamberger1961 mal wieder Märchenstunde.
Im Katastrophenwinter 77/79 fuhren in Hamburg tagelang keine bzw. kaum S-Bahnen, später nur Notverkehr mit Diesel. Der "Zug am Wochenende" mag gefahren sein, die Soldaten aber fuhren nicht nach Hause sondern schaufelten, denn der Katastrophenfall war ja ausgerufen. Aber früher war natürlich trotzdem alles besser.
Ohnehin amüsant, dass immer gleich die größten Katastrophen zum Vergleich bemüht werden. In Bamberg und Erlangen fahren die Busse nicht, in Nürnberg die Tram. Niemand wird sich die Entscheidung leicht gemacht haben und diese Stellen wissen sicher zwischen den Schäden einer Betriebseinstellung und möglichen Schäden bei Durchführung des Betriebs abzuwägen. Wenn man von inzwischen über 400 Unfällen liest, wohl aus gutem Grund!
Das 1961 in Bamberg erfundene "urbane Milieu" hatten wir ja schon ausgiebig diskutiert. Schon vergessen?