Bambergs OB Niedermaier und Zweiter Bürgermeister Glüsenkamp gratulieren dem ehemaligen OB Andreas Starke zum 70. Geburtstag. Bamberg würdigt seinen Beitrag zu zwei Jahrzehnten Stadtentwicklung.
"Du hast Bamberg über zwei Jahrzehnte begleitet und gestaltet. Für mich persönlich ist es etwas Besonderes, dir heute als dein Nachfolger zum 70. Geburtstag gratulieren zu können": Es war ein emotionaler Moment, als Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister Jonas Glüsenkamp seinem Vorgänger Andreas Starke am Donnerstag zum 70. Geburtstag gratulierte. Beide wünschten ihm alles Gute und viel Gesundheit für das neue Lebensjahr.
Andreas Starke persönlich zu beglückwünschen, war Niedermaier ein wichtiges Anliegen. "70 Jahre sind ein schöner Anlass, zurückzublicken – vor allem aber einer, um nach vorne zu schauen. Ich wünsche Dir für die kommenden Jahre vor allem Gesundheit, Freude und viel Zeit für die Dinge, die in den 20 Jahren Dienst für die Stadt Bamberg vielleicht manchmal zu kurz gekommen sind", sagte Niedermaier.
Andreas Starke: Lange Jahre als Bambergs Oberbürgermeister
Starke, der von 2006 bis Ende April 2026 Oberbürgermeister der Stadt Bamberg war, prägte die Stadtentwicklung, sorgte unter anderem für die Ertüchtigung von Infrastruktur und Brücken oder die Ansiedlung von Brose und trieb die Entwicklung von Wohnquartieren wie den Ulanenpark oder das Schaeffler-Gelände voran. Nach dem Abzug der US-Armee kümmerte er sich um die Konversion der ehemaligen Militärflächen und schuf mit dem Lagarde-Campus einen neuen Stadtteil. Er managte die Erweiterung der Konzert- und Kongresshalle, den Bau des Bambados oder den Kauf der Brose-Arena.
Unter seiner Regie entstand das Bürgerrathaus am ZOB, das Welterbe-Besucherzentrum auf der Unteren Mühlbrücke und wurde die Sanierung der ehemaligen Abteikirche St. Michael gestemmt. Bei der Kita-Offensive wurden rund 600 neue Betreuungsplätze geschaffen. Ein besonderes Glanzlicht war die Landesgartenschau mit der nachfolgenden Entwicklung der Erba-Insel zu einem neuen Stadtquartier.
Geprägt war seine Politik dabei immer von dem Ziel, den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft zu fördern und einen Interessenausgleich zu finden. Andreas Starke legte großen Wert auf den ehrlichen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Enge Zusammenarbeit
Jonas Glüsenkamp verbindet mit Starke eine gemeinsame Zeit im Rathaus. Von 2020 bis 2026 arbeiteten beide als Oberbürgermeister und Zweiter Bürgermeister eng zusammen. "Damals konnte ich aus nächster Nähe deine Fähigkeit studieren und lernen, Konflikte zu moderieren, Lösungen zu suchen und Kompromisse auszuloten", erzählte Glüsenkamp.
"Heute geht es aber nicht um Politik oder Verwaltung, sondern ganz einfach darum, Dir, lieber Andi, zum 70. Geburtstag zu gratulieren."
Starke wurde am 17. September 1956 in Hamburg geboren und wuchs in Bamberg auf. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt wurde er 1990 erstmals in den Bamberger Stadtrat gewählt und übernahm 1995 den Vorsitz der SPD-Stadtratsfraktion. 2006 wurde er zum Oberbürgermeister gewählt. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt am 30. April 2026 stand er an der Spitze der Stadt.
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