Nach langen Verhandlungen stand der Beschluss fest: Die Stadt Bamberg erklärte sich im Herbst 2019 dazu bereit, sich um das einsturzgefährdete Gebäude in der Oberen Sandstraße zu kümmern. Nach vielen Bedenken und Initiativen wie "Sound braucht Raum", hat sich die Stadt dazu bereiterklärt, nun mit dem Rückbau zu beginnen. 

Ein Lichtblick für das, unter den Corona-Umständen, aktuell blutende Stadtleben. Denn durch die Rettung des Gebäudes wird ein wichtiger Punkt im Bamberger Nachleben gerettet. 

Update vom Dienstag (23.06.2020): Notabsicherung in Oberer Sandstraße wird endlich abgebaut

Das "Exoskelett", das aktuell die Mitte der Sandstraße in Besitz nimmt, wird demnächst endlich aus dem Stadtbild entfernt. Alle statischen Gutachten gaben grünes Licht und auch die Regierung von Oberfranken gab ihre Zustimmung zum vorzeitigen Beginn der Sanierung. Der Baubeginn ist für Anfang Juli geplant, dann beginnen zunächst die Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude. Sobald es ausreichen gesichert ist, wird die Notabsicherung wieder entfernt. Als Bauzeit sind vier bis acht Wochen vorgesehen.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte sich die Stadt Bamberg Ende 2019 das Recht zum Erwerb des Einzeldenkmals gesichert. Den ursprünglichen geforderten Preis, von rund 1,3 Millionen Euro, wird der Eigentümer dabei nicht bekommen. Für gut 550.00 Euro ist das Gebäude letztendlich an die Stadt gegangen. 

Wegen dem baufälligen Zustand es Gebäudes, der eine enorme Gefahr für Leben und Gesundheit darstellte, hatte die Stadt Bamberg im Juli 2019 ein Nutzungsverbot aussprechen müssen. Der ansässige Traditions-Club "Sound-n-Arts" musste seinen Betrieb einstellen. Seit dem steht das Gebäude in der Sandstraße leer und wird lediglich von externen Notsicherungsmaßnahmen gestützt.