"Die Infektionszahlen gehen leicht zurück, die Lage bleibt dennoch angespannt", teilt die Stadt Bamberg in einer aktuellen Pressemitteilung zur Corona-Lage mit. Auch wenn sich die Befürchtungen, am Beginn einer großen Herbst-Welle zu stehen, vorerst "nicht zu bestätigen scheinen", habe in der jüngsten Sitzung der gemeinsamen Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Bamberg keine euphorische Stimmung geherrscht.

Dafür ständen die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in der Region derzeit noch zu stark unter Druck, heißt es. "An den Kliniken fallen weiterhin viele Mitarbeiter:innen krank und coronabedingt aus, was die Versorgung der Patienten erschwert."

Moderate Verläufe, aber hoher Druck: Kliniken im Raum Bamberg "vom Aufatmen noch weit entfernt"

"Zudem unterliegen schwangere Mitarbeiterinnen im Krankenhaus einem generellen Beschäftigungsverbot, was die Situation weiter eskaliert, zumal der Frauenanteil im Gesundheitswesen besonders hoch ist", so die Stadt Bamberg. Daher könne das "elektive Programm aktuell nur eingeschränkt umgesetzt werden", teilt das Rathaus mit. Im Klinikum Bamberg seien zuletzt 70 Patienten mit Corona-Infektionen stationär behandelt worden, wobei die Verläufe moderat gewesen seien.

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Nur eine Person musste demnach auf die Intensivstation verlegt werden. Im Landkreis sei die Lage identisch, wobei in Scheßlitz und Burgebrach derzeit insgesamt drei Intensivbetten für Corona-Patienten genutzt würden. Beklagt werde "der starke Zuverlegungsdruck aus Mittelfranken".  Vom Aufatmen sei der Pflegebereich "noch weit entfernt".

"Die Situation ist unverändert anstrengend", wird Claudia Steblein zitiert, die bei der Stadt Bamberg zuständig für die Pflege- und Behinderteneinrichtungen ist. Von 42 Einrichtungen in Stadt und Landkreis seien aktuell 29 von Corona betroffen. "Bei uns sind die Zahlen leider noch nicht fallend." Da auch viele Beschäftigte von Infektionen betroffen sind, bleibe es "eine tägliche Herausforderung, den Betrieb der Einrichtungen sicherzustellen". 

Erfreulicher Rückgang bei Inzidenzen - so ist die aktuelle Corona-Lage

Insgesamt zeige sich seit der vergangenen Woche jedoch ein Rückgang bei den Zahlen. Die Inzidenzen, die für Stadt und Landkreis zu Beginn des Monats noch an und über 1000 Infizierten pro 100.000 Einwohnern lagen, hätten sich inzwischen auf 642 (Landkreis) und 518 (Stadt) reduziert (Stand 25. Oktober 2022).

Genauso sei die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen zuletzt gesunken, von zuvor 2326 auf nun 1284 in Stadt und Landkreis. Gleichzeitig nähmen die Viertimpfungen an Fahrt auf.  Insgesamt hätten sich inzwischen 18.201 Personen in der Region Bamberg zum vierten Mal impfen lassen. 

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