• Hirschaid: Mindestens 25 Bauplätze entstehen in Baugebiet "Anger II"
  • "Trend eindeutig": Auch Bebauung mit Doppelhaushälften möglich
  • Das sind die Kosten pro Quadratmeter für die Grundstücke
  • Erschließung hat begonnen: alle Infos zu geplantem Baubeginn, Fläche, Bewerbungen 

In Hirschaid (Landkreis Bamberg) wurde am Freitag (13. Mai 2022) der Spatenstich für das neue Baugebiet "Anger II" im Gemeindeteil Erlach gesetzt. "Das Baugebiet schließt östlich an die Wohnbebauung zwischen Kirchweg und Reiche Ebrach an und liegt flächenmäßig etwa zur Hälfte auf den bisherigen landwirtschaftlichen Flächen, welche an den ‚Ossigraben‘ grenzen", erklärt Bauamtsleiter Stefan Endres diese Woche gegenüber inFranken.de.  

Neues Baugebiet in Hirschaid: Bauplätze für Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften 

Der Baustart für Privatpersonen sei für Mitte nächsten Jahres angesetzt, heißt es aus der Behörde. "Bis Ende 2022 soll der Tiefbau abgeschlossen sein, der Straßenbau soll im kommenden Jahr erfolgen", so Endres. Die Grundstücke hätten im Schnitt eine Fläche zwischen 600 und 700 Quadratmetern. "Im Bebauungsplan sind explizit auch Doppelhausbebauungen zulässig, denn der Trend geht eindeutig eher in Richtung kleine Grundstücke", sagt der Hirschaider Bauamtschef. 

"Das hat natürlich auch mit der Finanzierung zu tun", so Endres. Der Preis in Hirschaid sei durchaus gehoben, wie der Behördenleiter offen sagt. Der Preis liege "bei 250 Euro pro Quadratmeter plus Erschließung". Deshalb räume man pro Kind und bis zu drei Kindern einen Nachlass von jeweils 20 Euro pro Quadratmeter ein. "Der Grund für die Kosten sind zum einen gestiegene Energiepreise bei der Erschließung, aber auch der Fakt, dass bei archäologischen Untersuchungen eine keltische Siedlung gefunden wurde", erklärt Endres. 

Dies habe die Gemeinde rund eine halbe Million Euro gekostet. "Hier sind wir leider rechtlich verpflichtet, dies auf die späteren Grundstückseigentümer umzulegen", sagt Endres. Im Gemeinderat sei deshalb beschlossen worden, "aufgrund der Rahmenbedingungen ein Gefühl für die Resonanz zu erhalten" - eine Art Test. "Deshalb wurden bereits drei der insgesamt 25 Grundstücke nach einem festen Punktesystem vergeben."

Bewerbungsphase für Bauplätze in Hirschaid beginnt noch im Sommer - erster Test ergab große Nachfrage

Der Zulauf war trotz der Kosten hoch: "Darauf hatten wir 37 Bewerbungen. Den Zuschlag erhalten den Kriterien zufolge bevorzugt junge Familien, Einheimische und ehrenamtlich engagierte Personen. Wenn etwa beide Ehepartner in der örtlichen Feuerwehr aktiv sind, ist das ein klares Plus", sagt Endres. 

 Es könnten sich "natürlich aber auch Auswärtige bewerben". Das System sei "klar und transparent", sagt der Hirschaider Bauamtsleiter. Die Bewerbungsphase soll dann planmäßig im Sommer starten, heißt es. "Auf eine Warteliste verzichten wir bewusst, weil wir das Ganze öffentlich auf allen Online-Kanälen und im Gemeindeblatt ausschreiben", sagt Endres. 

"Baugebiet Erlach – Jetzt gehts los!", kündigt die Gemeinde in den sozialen Netzwerken an. Man freue sich über einen "unfallfreien Bauablauf", heißt es. Hirschaid ist wegen seiner guten Anbindung an Forchheim, Bamberg und Erlangen ein beliebtes Ziel für Pendler und Pendlerinnen, die häufig bei den großen Unternehmen der Region wie Brose, Siemens oder Adidas beschäftigt sind.