Die Unterfränkische Überlandzentrale Lülsfeld würde im Steigerwald, genauer gesagt eventuell auch in der Nähe Burgwindheims, gerne einen Windpark errichten. Deswegen hatte deren Geschäftsführender Vorstand Gerd Bock in der vorherigen Sitzung über dieses Thema referiert. Nun ging es um eine Stellungnahme. Die intensive Diskussion brachte (bei einer Gegenstimme) zu Tage, dass man einem derartigen Vorhaben grundsätzlich positiv gegenübersteht.

Derzeit stehe das Vorhaben jedoch nicht im Einklang mit dem Regionalplan Oberfranken-West, stellt man fest. Bei der Fortschreibung des Regionalplanes werde die Gemeinde als einer der Träger öffentlicher Belange gehört und könne sich dann auch zum konkreten Vorhaben äußern.

Bürgermeister Heinrich Thaler (CSU) erläuterte zu Beginn die Pläne der Bayerischen Staatsregierung, wonach im Freistaat im Zusammenhang mit der angestrebten Energieautarkie bis zum Jahr 2021 rund 1000 bis 1500 Windanlagen stehen sollen. "Es gibt keine Energie, die emissionsfrei ist", stellte er weiter fest. Ein Windpark rentiere sich ab fünf Windrädern. Der von den Lülsfeldern angestrebte Park solle auf einer Fläche des Staatsforstes realisiert werden, so Thaler. Im Vorfeld werde ein Feedback der angrenzenden Gemeinden eingeholt.
Die Gemeinderäte hatten vor der Sitzung Pläne erhalten, die angedachte Standorte auf Gemeindegebiet beziehungsweise in der Nähe aufzeigten. Eines befindet sich nahe des Gemeindeteils Schrappach.

"Was ist, wenn wir dagegen sind", stellte Gemeinderat Franz Werner (CUW), eine wie er zu belegen suchte, doch eher rhetorische Frage in den Raum. "Wenn die Staatsforsten einen wirtschaftlichen Vorteil haben, dann werden die ihre Zustimmung geben, egal wie Burgwindheim entscheidet." Oskar Noppenberger (CSU) war eine Option wichtig, wonach sich die Bürger finanziell in das Vorhaben einbringen können. Seinen - positiven - Beschluss lehnt Burgwindheim nun jedenfalls an die Beschlüsse der Nachbarn Schlüsselfeld und Geiselwinds an. Ein Schrappacher hatte das Wort und würde sich, auf Nachfrage, von einem Standort bei Schrappach derzeit nicht beeinträchtigt sehen.