Caritas im Erzbistum Bamberg erklärt Solidarität mit Israel: "Wir beten für die entführten jüdischen Geiseln"

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Die Caritas Bamberg solidarisiert sich mit den jüdischen Opfern der Hamas-Gewalttaten. Hier eine Szene einer Solidaritätsaktion der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.
Bamberger Caritas verurteilt Hamas-Gewalttaten an Juden - "Propaganda muss Konsequenzen haben"
Christoph Soeder/dpa (Symbolbild)

Die Caritas Bamberg zeigt sich betroffen von den Gewalttaten der Hamas an Jüdinnen und Juden in Israel. Doch auch für alle Teilnehmenden von Kundgebungen, die diese Taten verherrlichen, findet sie scharfe Worte.

Die Caritas im Erzbistum Bamberg verurteilt in einer Pressemitteilung vom Montag (30. Oktober 2023) "den schrecklichen Terrorangriff der Hamas auf Israel als Akt brutaler Unmenschlichkeit". Man bete für die jüdischen Geiseln - nach Militärangaben gelten 40 Menschen seit dem Terroranschlag der Hamas weiter als vermisst, wie die Deutsche Presseagentur am Montag verlautete. Shani Louk, die wohl bekannteste deutsche Hamas-Geisel, soll tot sein, wie nun öffentlich wurde. Ihre Mutter erhielt laut eigenen Angaben eine Nachricht aus Israel.

Die Bamberger Caritas teile die Angst um die entführten Geiseln und bete um ihre baldige Freilassung. Sie versichere zudem allen Jüdinnen und Juden ihre Solidarität, wie es weiter heißt. "Das gilt insbesondere auch für die jüdischen Wohlfahrtsorganisationen, mit denen wir in unserer sozialen Arbeit zusammenwirken", betont Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres. 

Bamberger Caritas fordert strenge Bestrafung von Pro-Hamas-Kundgebungen - Ermittlungen nach Demo in Nürnberg

"Wir ahnen, wie sehr die Morde und Gewalttaten an Kindern und Jugendlichen, an Frauen und Männern, an alten Menschen und sogar Überlebenden des Holocaust die Erfahrung tödlicher Bedrohung grausam wieder hervorrufen", führt er fort. Diese Erfahrung ziehe sich "als roter Faden durch die Geschichte des jüdischen Volkes". Die Pressemitteilung kommt auch auf "das Leid der Zivilbevölkerung im Gazastreifen" zu sprechen, "die von den Terroristen als menschliche Schutzschilde missbraucht wird und nun den Preis für die Verbrechen der Hamas zahlen muss".

Die Caritas im Erzbistum Bamberg verurteile "aufs Schärfste alle Kundgebungen, die antisemitische Hetze betreiben, Gewalt verherrlichen und den Terror der Hamas verharmlosen oder sogar bejubeln", so Endres weiter. "Dieser Missbrauch unserer Meinungs- und Demonstrationsfreiheit darf nicht geduldet, sondern muss streng bestraft werden. Es muss für die Organisationen, die hier in Deutschland die Propaganda der Hamas betreiben, Konsequenzen haben."

Am Wochenende fanden in Deutschland zahlreiche Demonstrationen statt. Darunter auch eine Pro-Palästinenser-Demo in Nürnberg, die Ermittlungen wegen verbotener Zeichen nach sich zog. Unterdessen ist der Gaza-Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas in die nächste Phase eingetreten. Israel intensiviert Kämpfe im Gazastreifen. Weitere Nachrichten aus Bamberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.