• Breitengüßbach: Mann bewusstlos in seiner Garage gefunden
  • "Arbeitete am Oldtimer": Plötzlicher Benzinaustritt setzt gefährliche Gase frei
  • Nachbar bei Hilfeleistung verletzt - beide mussten ins Krankenhaus
  • Feuerwehr spricht von "brandgefährlichem ABC-Einsatz"

In Breitengüßbach kam es am Montag (16. Mai 2022) laut örtlicher Feuerwehr zu einem "brandgefährlichen ABC-Einsatz", nachdem Nachbarn einen Mann bewusstlos in seiner Garage entdeckt hatten. Der Feuerwehr Breitengüßbach zufolge sind aus bisher unklaren Gründen Benzin und somit gefährliche Gase aus dem Fahrzeug ausgetreten. Wie Kommandant Matthias Eichhorn inFranken.de am Donnerstag (19. Mai 2022) berichtet, müsse das aber nicht zwingend der Grund gewesen sein, warum der Anwohner bewusstlos geworden sei.

"Um eine mögliche Explosion auszuschließen": Feuerwehr Breitengüßbach mit Großeinsatz

"Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich die Lage als äußerst heikel und zeitkritisch dar", berichtet die Feuerwehr Breitengüßbach auf Facebook. Der Mann wurde demnach aus seiner Garage gebracht und danach in einem Rettungswagen versorgt. "Ein Ersthelfer hatte dem Mann geholfen, bevor wir ankamen. Dabei hat er auch giftiges Benzingas eingeatmet und musste ebenfalls vom Rettungsdienst versorgt werden", erklärt Feuerwehr-Kommandant Eichhorn inFranken.de.

Beide mussten ihm zufolge danach ins Krankenhaus gebracht werden. Unklar sei laut Eichhorn jedoch, ob der am Oldtimer arbeitende Mann tatsächlich vom Gas ohnmächtig geworden sei, denn "sein Blutzuckergerät hat auch angeschlagen, als wir ihn fanden", erklärt Eichhorn weiter. Mit einem Bindemittel konnte die Feuerwehr Breitengüßbach das Benzin aus der Garage spülen. "Um eine mögliche Explosion auszuschließen, wurde ein Bereich des Grundstücks durch einen Trupp unter Atemschutz und Mehrgasmessgerät freigemessen", berichtet die Feuerwehr.

Laut Eichhorn wurden auch anliegende Häuser auf erhöhte Gaswerte untersucht. "Dadurch, dass es sehr windstill war, standen die Gase quasi in der Luft", sagt Eichhorn weiter. Nur mit "massiven Belüftungsmaßnahmen" konnte das Gas laut Feuerwehr entfernt werden. Wie der Kommandant berichtet, seien zwischen 40 und 50 Kräfte im Einsatz gewesen, darunter der Rettungsdienst, die Feuerwehr Breitengüßbach und die Feuerwehr Kemmern. Die Verletzten wurden demnach "stabil" in die Klinik gebracht. "Aber das Problem bei solchen Gasen ist, dass sie Spätfolgen mit sich tragen können", betont Eichhorn.