Ein Arzt aus Bamberg steht im Verdacht, heimlich Bildaufnahmen von Frauen gemacht zu haben - sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Wie viele Betroffene es gibt, ist noch unklar.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln gegen einen Arzt, der sowohl in seinem privaten Umfeld heimliche Bildaufnahmen von Frauen als auch an seinem Arbeitsplatz heimliche Bildaufnahmen von Mitarbeiterinnen gefertigt haben soll.
In den vergangenen Monaten soll der 32-jährige Arzt, der in einem Klinikum in Bamberg tätig war, heimlich Bildaufnahmen von Mitarbeiterinnen sowohl in seiner Wohnung als auch an seinem Arbeitsplatz gefertigt haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch (15. Juli 2026) berichten.
Schwere Anschuldigungen gegen Arzt aus Bamberg - Kripo und Staatsanwaltschaft durchsuchen Wohnung
Der Arzt soll auch heimliche Bildaufnahmen von Frauen bei einer öffentlichen Veranstaltung angefertigt haben. Der Verdacht kam auf, als zufällig durch eine Zeugin eine heimlich platzierte Kamera auf solch einer öffentlichen Veranstaltung gefunden und diese dem Tatverdächtigen zugeordnet werden konnte.
Aufgrund der Vorwürfe durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei gemeinsam mit einem Vertreter der Staatsanwaltschaft vergangene Woche die Wohnung des Beschuldigten in Bamberg sowie dessen Arbeitsplatz im Klinikum.
Das bestätigte auch die Sozialstiftung Bamberg in einer Meldung am Mittwochvormittag. "Bislang gebe es keine Hinweise auf betroffene Patientinnen und Patienten", hieß es von der Sozialstiftung. Man unterstütze die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, "damit der Sachverhalt möglichst schnell aufgeklärt werden kann". Der Schutz der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden genieße "höchste Priorität", hieß es weiter.
Wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Dem 32-Jährigen wird unter anderem die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft Bamberg in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei Bamberg geführt.